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Medien & TV „Zeitungszeugen“-Verleger hält an Projekt fest
Nachrichten Medien & TV „Zeitungszeugen“-Verleger hält an Projekt fest
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16:15 29.01.2009
Die Chefredakteurin der Wochenzeitung «Zeitungszeugen», Sandra Paweronschitz, zeigt in München die neueste Ausgabe des Blattes. Die Herausgeber gaben zum umstrittenen Original-Nachdruck von Nazi-Hetzblättern eine Pressekonferenz. Quelle: ddp
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„Zeitungszeugen“-Verleger Peter McGee kündigte heute in München an, notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu wollen. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung werde das wöchentlich erscheinende Projekt fortgeführt, man verzichte aber auf die Beilage von Nachdrucken nationalsozialistischer Zeitungen wie dem „Angriff“ und dem „Völkischen Beobachter“.

Das dritte Heft erscheint vorerst als „Sondernummer“ ganz ohne Beilagen. Die Titelseite ist mit dem roten Schriftzug „zensiert“ versehen. Der Leser findet darin aber einen Gutschein für die Zusendung der vollständigen Ausgabe inklusive aller Beilagen, sobald die Rechtsfragen geklärt sind. In dem Heft wird das Ermächtigungsgesetz von 1933 als Beginn der NS-Diktatur behandelt.

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Das vierte Heft soll McGee zufolge wieder planmäßig erscheinen. Er zeigte sich aber überzeugt, dass die für die nächsten Ausgaben geplanten Beilagen der Staatsregierung keine Probleme bereiten werden. Nach einer rechtlichen Klärung soll laut Chefredakteurin Sandra Paweronschitz auch wieder auf den „Völkischen Beobachter“ zurückgegriffen werden.

Das bayerische Finanzministerium hatte dem Wochenzeitungs-Projekt die Veröffentlichung nationalsozialstischer Blätter untersagt und Strafantrag gegen die Verantwortlichen gestellt. Dem ersten Heft war ein kompletter Nachdruck einer Ausgabe der Zeitung „Der Angriff“ beigefügt. Ein Teil der Auflage des zweiten Hefts, dem ein Nachdruck der NS-Zeitung „Völkischer Beobachter“ beilag, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. ddp

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