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Medien & TV ZDF legt "heute"-App auf - Kritik der Verleger
Nachrichten Medien & TV ZDF legt "heute"-App auf - Kritik der Verleger
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21:20 28.02.2013
Die «heute»-App läuft auf den Plattformen iOS (Apple) und Android (Google).
Die «heute»-App läuft auf den Plattformen iOS (Apple) und Android (Google). Quelle: Sebastian Kahnert
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Mainz/Berlin

Wie auf der Website werde ein Dreiklang geboten zwischen Kurznachrichten, vertiefenden Top-Themen und Videos - optimiert für die Nutzung auf kleinen Bildschirmen, teilte das ZDF am Donnerstag in Mainz mit. Die App läuft auf den Plattformen iOS (Apple) und Android (Google). Kritik an der Anwendung kommt von den Zeitungsverlegern.

Auf der Startseite sind die Hauptnachrichten-Sendungen "heute" und "heute-journal" zu finden. Hinzu komme eine täglich wechselnde Übersicht mit den ständig verfügbaren Live-Streams des ZDF-Hauptprogramms und des Digitalkanals ZDFinfo, hieß es. Zunächst gibt es die Variante für Smartphones, in ein paar Wochen soll eine Version für Tablet-Computer folgen.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) kritisierte, die App sei zu textlastig und baue auf lange Berichte. Damit stehe die Anwendung im Widerspruch zur Forderung des Rundfunkstaatsvertrags, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. Demnach müsse der inhaltliche Schwerpunkt solcher Angebote auf Fernsehbildern und nicht auf Pressetexten liegen.

Der Leiter der Hauptredaktion Neue Medien beim ZDF, Eckart Gaddum, wies die Kritik zurück: "Die "heute"-App liefert exakt die gleichen Inhalte wie die Webseite "heute.de"." Für diese habe es im vergangenen Jahr auch Lob von Verlegern gegeben. Im Mittelpunkt der neuen App stünden "wie bisher Inhalte aus dem ZDF-Fernsehprogramm wie Videos aus den "heute"-Nachrichten oder interaktive Grafiken". Die Textnachrichten seien wie bei "heute.de" original aus dem Teletext entnommen. "Für die App wird keine Zeile extra Text geschrieben. Bei dieser Linie bleibt es", betonte Gaddum.

Um die "Tagesschau-App", die es schon länger gibt, streiten sich die ARD-Sender seit langem mit Zeitungsverlagen. Im Kern geht es dabei um die Frage, in welcher Form die öffentlich-rechtlichen Sender ihre journalistischen Angebote im Internet ausbauen dürfen.

dpa