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Medien & TV ZDF-Doku untersucht mögliche Stasi-Anschläge im Westen
Nachrichten Medien & TV ZDF-Doku untersucht mögliche Stasi-Anschläge im Westen
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21:12 26.09.2010
Die Stasi experimentierte auch mit Sprengstoff. Quelle: ZDF

Am 23. Juni dieses Jahres starb der Fußballtrainer Jörg Berger nach langem Krebsleiden. Sein letztes umfassendes Interview gab er im Frühjahr dem ZDF-Journalisten Steffen Bayer. Der Sport spielte in dem Gespräch jedoch nur eine Nebenrolle. Der 65-jährige Berger berichtete über die Versuche der Stasi, ihn nach seiner Flucht aus der DDR aus dem Weg zu räumen. Am Dienstag (20.15 Uhr) sendet das ZDF Bayers Film mit dem Titel „Sonderauftrag Mord“, in dem es um die Frage geht, ob die Staatssicherheit für Anschläge mit Todesfolge zur Rechenschaft zu ziehen ist.

Viele Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt, es wird vermutlich auch schwierig sein, jemals der Wahrheit auf den Grund zu kommen, weil die Stasi in ihren letzten Zügen Ende 1989 Informationen über ihre Aktivitäten vernichtete. Fußballtrainer Berger, der sich 1979 über Jugoslawien abgesetzt hatte, litt 1986 unter einer rätselhaften Krankheit – ein Giftgasanschlag? Dann folgte ein mysteriöser Autounfall. Nach der Wende gewann er Einblick in seine Stasi-Akten – erst da kam ihm der Verdacht auf, dass die Staatssicherheit nach seinem Leben trachtete.

Ein anderer prominenter Fall ereignete sich ebenfalls im Sport. Ungeklärt sind die Umstände, unter denen der Fußballer Lutz Eigendorf 1983 ums Leben kam. Eigendorf, ein DDR-Nationalspieler, setzte sich 1979 in die Bundesrepublik ab. Immer wieder äußerte er sich in Interviews kritisch über die DDR. Anfang dieses Jahres bestätigte ein ehemaliger Stasi-Spitzel zum ersten Mal, dass es tatsächlich Mordpläne gegen den geflohenen Fußballspieler gab. Andere Aktenfunde, die den Fall des geflohenen Grenzoffiziers Rudi Thurow dokumentieren, belegen laut ZDF deutlich: Thurow sollte mit einem ein Kilo schweren Hammer erschlagen werden.

dpa

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