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Medien & TV WhatsApp: Vorsicht vor Kettenbrief mit Kerze
Nachrichten Medien & TV WhatsApp: Vorsicht vor Kettenbrief mit Kerze
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17:21 24.11.2014
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Bonn

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät allerdings dringend dazu, Nachricht und Bild zu löschen. Denn da es sich um ein urheberrechtlich geschütztes Bild handelt, liege die Vermutung nahe, dass die Urheber des Kettenbriefs alle, die das Bild als Profilbild genutzt haben, abmahnen wollen.

Grundsätzlich sollte man keine Bilder nutzen oder einem größeren Kreis von Nutzern zugänglich machen, deren Herkunft oder Urheber unklar beziehungsweise unbekannt ist.

Bei der zweiten Bedrohung handelt es sich laut BSI um einen Android-Trojaner, der Nutzer mit kinderpornografischen Fotos erpresst. Er war schon einmal als angebliche Virenscanner-Anwendung Roque-AV unterwegs und tarnt sich jetzt als App mit dem Namen PornDroid.

Diese Anwendung sollte unter keinen Umständen installiert werden. Allerdings umgeht die Trojaner-App keine Sicherheitseinstellungen - der Nutzer muss ihr eigenhändig Administratorenrechte erteilen, und sollte deshalb eigentlich misstrauisch werden.

Wer die App trotzdem installiert hat, bekommt sofort kinderpornografisches Material angezeigt. Anschließend sperrt die App das Gerät und erpresst den Nutzer: Er soll sich für 500 US-Dollar freikaufen, ansonsten droht die App, die auch Zugriff auf die Handy-Kamera hat, ein Foto des Nutzers an US-Strafverfolgungsbehörden zu schicken.

Das BSI rät von jeglichen Zahlungen ab - auch weil diese höchstwahrscheinlich ohnehin wirkungslos wären. Grundsätzlich installieren Verbraucher Android-Apps am besten nur aus dem Play Store und niemals aus zweifelhaften Quellen. Auf dem Smartphone sollte unter "Einstellungen/Sicherheit/Unbekannte Herkunft" kein Häkchen bei "Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Play Store zulassen" gesetzt sein. Und vor einer Installation gilt es immer darauf zu achten, welche Rechte eine App beansprucht.