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Medien & TV „Trau niemals Deinem Chef“: Der alte Hase und der Jungspund
Nachrichten Medien & TV „Trau niemals Deinem Chef“: Der alte Hase und der Jungspund
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18:02 05.09.2010
Von Stefan Stosch
Supermarkt-Chef Oskar (Ulrich Noethen, links), der schon längst auf eine Beförderung und Gehaltserhöhung hofft, bekommt zu seinem Entsetzen den jungen Manager Raphael (Max von Thun) als neuen Chef vor die Nase gesetzt. Quelle: dpa

Nur die Harten kommen klar im Garten: Oskar Moedebeck steht vor seinem Haus, barfuß, mitten in der Nacht, in Pyjamahose und bis auf die Haut durchnässt. Der beste Moment für ihn, mal über sein Leben nachzudenken, über das Glück, das man so selbstverständlich hinnimmt, und das Unglück, das einen dann umso heftiger erwischt.

Eben noch war Moedebeck (Ulrich Noethen) Chef, zumindest ein kleiner in seinem geliebten Lebensmittelkonzern, jetzt ist er arbeitslos. Eben noch lief seine Ehe in harmonischen Bahnen, jetzt macht seine Frau Mona (Michaela May) nicht einmal die Haustür für den frierenden Gatten auf. Eben noch hatte Kontrollfreak Moedebeck sein Leben fest im Griff, nun scheint es ihm entglitten. Und das alles nur, weil ihm im Betrieb jemand vor die Nase gesetzt wurde, der vom Alter her beinahe sein Sohn sein könnte.

Das klingt nach einer Geschichte aus der modernen Arbeitswelt. Marcus Ulbrichts ZDF-Film trägt tatsächlich den Titel „Trau niemals Deinem Chef“ (Drehbuch: Verena Mahlow). Doch so ganz stimmt das nicht. Maximierung der Gewinnredite, Kosteneffizienz,

Entlassungen spielen hier nur eine untergeordnete Nebenrolle, um die Handlung in Schwung zu bringen – auch wenn sich Moedebeck an den Rand gedrängt fühlt. Kein Wunder: Der neue Chef Raphael Bluhm (Max von Thun) ist in den Augen des alten Hasen ein dynamischer Jungspund ohne die nötige Erfahrung.

Dafür besitzt Bluhm allerdings andere Talente. In seiner Freizeit überzeugt er zum Beispiel als Romantiker. Er verliebt sich, oh Wunder, ausgerechnet in Moedebecks Tochter Marie (Jasmin Schwiers). Und nun tritt das Berufliche hinter das Private zurück. Oder anders gesagt: Die Geschäftsbedingungen zwischen Moedebeck und Bluhm werden unübersichtlich. Und diese Komödie verliert den nötigen Biss.

Was sie vor gänzlicher Harmlosigkeit halbwegs rettet, ist Ulrich Noethens Spiel. Ihm sieht man in beinahe jeder Szene an, dass er mal richtig Lust darauf hatte, vor der Kamera den Clown rauszulassen. Gelegentlich scheint er dabei über das Ziel hinauszuschießen und nähert sich gefährlich der Karikatur an. Doch dann bremst er gerade rechtzeitig ab, um seine Figur nicht ans Alberne zu verraten. Schon schön, wie er sich auf offener Bühne mit geschlossenen Augen seiner vermeintlich anstehenden Beförderung entgegenträumt, um kurz darauf umso härter aus dem Chefzimmer strafversetzt zu werden.

Nach spätestens einer halben Stunde aber ist klar, wie die Sache enden wird. Niemandem wird hier wirklich wehgetan, und keiner ist wirklich böse. Womöglich soll gerade darin ein versteckter Hinweis auf einen gedeihlichen Umgang miteinander in unserer kälter gewordenen Berufswelt liegen: Die erfahrenen Alten und die wirbelnden Jungen können womöglich doch zueinanderkommen, wenn sie nur voneinander lernen wollen. Originell wird diese Komödie dadurch aber nicht.

„Trau niemals Deinem Chef“
Komödie im ZDF
Montag, 20.15 Uhr

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