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Medien & TV Telekom: Spezialdienste widersprechen nicht der Netzneutralität
Nachrichten Medien & TV Telekom: Spezialdienste widersprechen nicht der Netzneutralität
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13:10 28.05.2016
Bei sogenannten Spezialdiensten der Telekom soll ein Teil des Datenverkehrs bevorzugt durchgeleitet werden.
Bei sogenannten Spezialdiensten der Telekom soll ein Teil des Datenverkehrs bevorzugt durchgeleitet werden. Quelle: Oliver Berg
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Düsseldorf/Köln

"Mit einem Zwei-Klassen-System hat das nichts zu tun." Ein freies und offenes Internet bedeute, dass möglichst viele neue Dienste entstehen könnten, für die aber auch die notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen werden müssten.

Bei sogenannten Spezialdiensten soll ein Teil des Datenverkehrs bevorzugt durchgeleitet werden. Im Oktober hatte das Europaparlament beschlossen, dass sich im Prinzip niemand in der EU eine Vorfahrt im Internet erkaufen darf - die Spezialdienste allerdings erlaubt. Netzaktivisten und Wirtschaftsverbände bezeichneten die Entscheidung als Aufweichung der Netzneutralität.

Während Brüssel mit Blick auf die Spezialdienste nur von lebensrettenden Anwendungen wie Telemedizin oder speziellen Telematik-Diensten sprach, nannte van Damme auch Online-Spiele, für die garantierte Übertragungsqualitäten sinnvoll seien. Damit schloss er an die Interpretation des Begriffs durch Telekom-Konzernchef Tim Höttges an, die im vorigen Jahr ebenfalls scharf kritisiert wurde.

Entscheidend für die Durchsetzung der neuen Dienste ist van Damme zufolge der neue Mobilfunkstandard 5G. Ihn soll es ab 2020 geben, der Standard soll Daten sicherer und mit weniger Verzögerung übertragen.

dpa