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Medien & TV Spiegel-Chefs wollen Print und Online besser verzahnen
Nachrichten Medien & TV Spiegel-Chefs wollen Print und Online besser verzahnen
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12:38 26.06.2009
An der Spitze der Online-Nachrichtenportale: spiegel.de
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„Jetzt ist es an der Zeit, die Zusammenarbeit zu intensivieren“, sagte Blumencron in einem Interview mit dem Branchendienst „Kress“. Danach sollen „Spiegel“-Redakteure künftig mehr Artikel für den Internet-Auftritt beisteuern. „Es gibt ein gewolltes Drängen von der Chefredaktion, das über die reine Freiwilligkeit hinausgeht“, sagte Blumencron.

In einem internen „Leitfaden“ für die Mitarbeiter schreiben die Chefs, die Kooperation führe dazu, „dass weder Tageszeitungen noch andere Internetmedien der Marke ’Spiegel’ ihre Meinungsführerschaft streitig machen können.“ Es gelte, die „Themenhoheit“ zu behalten. Einen gemeinsamen Newsroom schließen Mascolo und Blumencron aber weiterhin kategorisch aus.

Die Verzahnung biete Sparpotenzial „von der Reduzierung der Reisekosten bis hin zu der grundsätzlicheren Frage, in welcher Personalstärke wir künftig diese Redaktion und dieses Unternehmen betreiben“, sagte Blumencron. „Für niemanden wird die Arbeit weniger, denn die Redaktion wird nicht wachsen“, ergänzte Mascolo. Jeder Redakteur des Magazins solle „in der Lage sein, auch für andere Objekte zu schreiben“.

Dazu zählten auch die Magazine „Spiegel Wissen“ und „Spiegel Geschichte“. „Wir haben zu lange gezögert mit diesen Heften“, sagte Blumencron. Man werde künftig „viel ausprobieren“. Mascolo sagte, dass ein „Spiegel“ für Kinder noch in diesem Jahr getestet werden soll: „Es ist gut möglich, dass das Heft noch vor den Bundestagswahlen kommt.“ Blumencron und Mascolo folgten vor 16 Monaten an der Spitze des Polit-Magazins auf Stefan Aust. ddp