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Medien & TV Spickmich.de unter Beschuss
Nachrichten Medien & TV Spickmich.de unter Beschuss
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15:16 12.02.2009
Umstritten: Die spickmich.de-Internetseite.
Umstritten: Die spickmich.de-Internetseite.
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Der Verband sieht in dem Angebot „den lehrerpolitischen Dauer-Tiefschläger des Jahres 2008. Der VBE wendet sich entschieden gegen Aburteilungen von Lehrerinnen und Lehrern, die auf Stimmungslagen und Meinungsmachen beruhen“, heißt es in einer Erklärung. Der Preis sollte auf der Bildungsmesse didacta verliehen werden.

Die Internetseite „spickmich.de“ gibt den Schülern die Möglichkeit, ihre Lehrer zu bewerten - in Kategorien wie „fachlich kompetent“, „gut vorbereitet“, „faire Noten“, aber auch „cool und witzig“ oder „beliebt“. Dagegen gibt es schon länger erheblichen Widerstand: Mehrfach haben Lehrer versucht, die Seite mit Prozessen zu torpedieren, um insbesondere zu verhindern, Daten wie ihren Namen, Unterrichtsfächer, Zitate und Benotungen zu veröffentlichen. Bisher waren die Lehrer vor Gericht immer gescheitert.

Wenigstens symbolisch will der VBE jetzt einen Erfolg erzielen. Was einst als Schüler-Ulk habe abgetan werden können, „ist heute oftmals ein Vorfall, der in die Kategorie ’Mobbing’ oder ’mediale Hinrichtung’ fällt“, erklärte der VBE-Bundesvorsitzende Ludwig Eckinger. Zwar sei ein Feedback der Schüler erwünscht - dies solle aber nicht in öffentliche Verurteilungen ausarten, die das Klima in den Schulen vergiften.

Der „Nasse Schwamm“ wurde bereits zum fünften Mal vergeben. Bisherige unfreiwillige Preisträger waren der frühere Berliner Schulsenator Klaus Böger, der Präsident der FU Berlin Dieter Lenzen, EU-Kommissarin Viviane Reding sowie „DSDS“-Juror Dieter Bohlen.

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