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Medien & TV Spannung vor dem Topmodel-Finale am Donnerstag
Nachrichten Medien & TV Spannung vor dem Topmodel-Finale am Donnerstag
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12:34 17.05.2009
Quelle: Pro7
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Erstmals müssen die drei Finalistinnen ihre letzten Aufgaben und Catwalks am Donnerstag vor einem Millionen-Fernsehpublikum live absolvieren. Allein in der ausverkauften KölnArena werden rund 15 000 Zuschauer erwartet. „Ich sage mir die ganze Zeit, es wird schon, es wird schon“, meint Sara aus München. Aber vor so vielen Leuten - „das ist schon krass“. Die 19-Jährige Schülerin, deren Eltern aus Äthiopien stammen, steht als erste Finalistin der vierten Staffel fest.

Auch Marie (20) aus Gauting bei München packt beim Gedanken an die Endrunde das Lampenfieber: Bloß nicht „vor so einem riesigen Publikum“ hinfallen und vor allem nicht noch krank werden, laute die Devise. Neben Marie sind die Mitbewerberinnen Mandy (18) aus Witten in Nordrhein-Westfalen und Jessica (21) aus Wolfsburg offiziell noch im Rennen. Wie schon im Vorjahr hat der Sender ProSieben die Ankündigung, wer von ihnen noch ausscheidet, der Spannung wegen in eine Extra-Show am Dienstag (20.15 Uhr) verlagert.

Mandy, die gerade eine Pause mit ihrem Fachabi einlegt, hatte jahrelang dafür trainiert, sich von Heidi Klum und ihren Jury-Kollegen Peyman Amin und Rolf Scheider unter die Lupe nehmen zu lassen. „Wir haben bei uns in der Wohnung einen langen, geraden Flur. Da habe ich dann immer laufen geübt, ich habe das gefilmt und alle meine Freunde und meine Familie gefragt, wie es aussieht“, berichtet die 18-jährige Blondine.

Kritische Berichte über die vieldiskutierte Sendung konnten die Mädchen nicht schrecken: „Im Gegenteil, ich wollte auch mitmachen, um es einfach auch selbst zu erleben und zu sehen, wie ist es wirklich“, sagt Marie. Viele Berichte seien einfach falsch: „Von wegen Heidi nimmt sich keine Zeit für die Mädchen, oder es ist alles total fies und gemein“, betont Marie, die schon von einer Modelagentur betreut wurde, jetzt aber bei ProSieben unter Vertrag steht.

Auf dem Weg Richtung Finale waren auch diesmal einige Hürden zu nehmen: Die Kandidatinnen mussten leicht bekleidet auf Eisblöcken posieren, beim Unterwasser-Foto ohne Atemluft glänzen, in schwindelerregender Höhe an einem Heißluftballon baumeln und sogar mit Kakerlaken als Accessoire posieren. Das Härteste aber sei es gewesen, sagt Mandy, „mit sich selbst klar zu kommen: mit dem Druck und mit Kritik umzugehen“.

Die Sendung, die mit durchschnittlich 3,75 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und einem Marktanteil von 23,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen ihre bislang beste Einschaltquote erzielte, folgte dem üblichen Erfolgsschema: So wurde gleich zu Beginn das Hauptaugenmerk auf den angeblichen Zickenkrieg gelegt.

Tessa stand schon Minuten nach dem Start im Zentrum, als sie Konkurrentin Ira die Kopie ihres Looks vorwarf. Hinzu kam Larissa:
Die Österreicherin, die die Castingshow „Austria’s Next Topmodel“ gewonnen hatte und damit automatisch unter den letzten 17 gesetzt war, hatte das Image der Außenseiterin, die mit niemandem wirklich zurechtzukommen schien. „Dass wir so viel gezickt haben, war mir eigentlich nicht so bewusst. Teilweise wird das schon lange gezeigt. Klar, das finden die Leute auch total spannend“, sagt Marie dazu.

Neu ist in dieser Staffel, dass die Gewinnerin erstmals keinen Vertrag bei der renommierten Modelagentur IMG bekommt. ProSieben will die Mädchen direkt betreuen. Der Siegerin winken ein erstes Coverfoto sowie zwei größere Werbekampagnen. Marie galt lange als Favoritin. Sie hat während der Show so viele echte Werbejobs an Land gezogen wie keine andere Mitbewerberin.

Berichte wonach sie wegen „Knebelverträgen“ bei ProSieben auf einen Sieg freiwillig verzichten wolle, weist Marie zurück:
„Absoluter Schwachsinn.“ Sie wolle auf jeden Fall Erste werden. Während die Bayerin auch die Schauspielerei und Moderation reizen könnten, hat es Mandy allein das Modeln angetan: „Ich werde alles im Modeljob versuchen - und wenn es Jahre dauert.“

Dass auch diesmal vorzeitig ans Licht kam, welche Mädchen noch im Rennen sind, nahm ProSieben äußerlich gelassen: „Alles Spekulation“, war dort stets zu hören. Und: Dies beweise nur, wie beliebt die Sendung sei. Klum hatte sich indes schon vor Beginn der vierten Staffel verärgert gezeigt. „Das ist wirklich schade, aber wir können unsere Sendungen nicht im Bunker drehen.“ Ihrer Familie zuliebe hatte sie die Show diesmal weitgehend in ihre Wahlheimat USA verlagert. Beim Live-Finale in Köln können die Zuschauer nun auch ihren Babybauch begutachten. Klum ist mit ihrem vierten Kind schwanger. ddp