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Medien & TV Smartphone-Boom beflügelt Nahfunktechnik
Nachrichten Medien & TV Smartphone-Boom beflügelt Nahfunktechnik
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15:02 26.02.2013
Bald dürfte es mehr Smartphones als Handys auf der Welt geben - das bringt auch die Nahfunktechnik NFC kräftig in Schwung.
Bald dürfte es mehr Smartphones als Handys auf der Welt geben - das bringt auch die Nahfunktechnik NFC kräftig in Schwung. Quelle: Ralph Van Erven/NXP
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Barcelona

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigt NXP, wie man über einen im Smartphones eingebauten Funkchip kontaktlos einkaufen, Tickets verwalten oder zu Hause Musik über die Stereoanlage abspielen kann. Die rasant wachsende Verbreitung von Smartphones sei eine wichtige Voraussetzung gewesen, die Technologie weiter zu entwickeln, sagte Rüdiger Stroh, Chef von NXP Semiconductors, am Dienstag der dpa.

NXP beliefere heute acht von zehn Smartphone-Hersteller mit seinen Funkchips, sagte Stroh. Apple nutzt NFC in seinen iPhones nicht, Blackberry setzt auf die NFC-Chips eines anderen Anbieters. 2012 seien 150 Millionen Telefone mit NFC in Umlauf gewesen, dieses Jahr werde die Zahl auf mehr als 280 Millionen weltweit wachsen. Im Markt der Chips, die ohne Berührung funktionieren, halte NXP einen Anteil von über 95 Prozent. "Und die Aussichten sind sehr rosig."

Im Jahr 2009 sei das noch nicht so gewesen. "Seither haben wir aber ein Wahnsinns-Wachstum hingelegt." Seit rund einem Jahr gebe es in der Produktion bei NXP wegen mangelnder Kapazität sogar Beschränkungen. Vor allem bei Finanztransaktionen, in der Verwaltung und im Transportbereich lege der Einsatz der Funktechnik kräftig zu.

NXP sieht sich auch für die Zukunft gut aufgestellt. NXP liefere als einziger Hersteller Software, sichere Verschlüsselung und den Chip aus einer Hand, sagte Stroh. "Sicherheit ist natürlich ein Riesenthema." NXP habe seine Verschlüsselungstechniken gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erarbeitet. "Unsere Standards legen die Messlatte extrem hoch."

Das Ökosystem für NFC ist inzwischen sehr verzweigt. In Barcelona ist vor allem das mobile Bezahlen ein großes Thema. Der Kartendienstleister Visa setzt auf Smartphones mit NFC-Chip. Die eBay-Bezahltochter PayPal geht dagegen den Weg über Barcodes zum einscannen. Diese Alternativen sieht Stroh nicht als Konkurrenz. In der Praxis seien NFC-Chips viel einfacher zu benutzen, man brauche zum Beispiel nicht erst die Kamera oder eine App auf dem Smartphone öffnen, sondern könne sofort loslegen, so Stroh.

dpa