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Medien & TV "Skyrim" ist ein fast perfektes Rollenspiel
Nachrichten Medien & TV "Skyrim" ist ein fast perfektes Rollenspiel
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12:13 16.11.2011
Die Kämpfe gegen Drachen sind in "Skyrim" besonders spektakulär. Quelle: Bethesda
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Eurogamer vergibt die Bestnote, Destructoid und Joystiq ebenfalls. Und zahlreiche weitere Spieleseiten schreiben, dass „Skyrim“, der fünfte Teil der „Elder Scrolls“-Reihe, nahe an der Perfektion ist: 10 von 10 Punkten bei den Bewertungen sind für Spiele selten. Nicht für das neue Rollenspiel von Bethesda.

Wer ein paar Stunden in Himmelsrand, dem nördlichen Teil der Fantasywelt Tamriel, verbracht hat, kann die Begeisterung nachvollziehen. Und sieht über die kleinen Macken hinweg, die typisch für die Serie sind, wie die umständlichen Menüs oder die etwas unspektakuläre Hauptgeschichte. Denn die virtuelle Welt ist so riesig, so abwechslungsreich, so spannend, so voller Abenteuer und so liebevoll designt und mit wunderbar orchestraler Musik unterlegt, dass man mehr als 100 Stunden in Himmelsrand verbringen kann, ohne jeden Winkel gesehen, jedes Monster besiegt oder jede Aufgabe gelöst zu haben. Die Ausmaße von „Skyrim“ sind episch.

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Dabei entsprechen die grundlegenden Spielelemente in „Skyrim“ dem klassischen Fantasy-Rollenspiel. Man erstellt einen Charakter, kämpft gegen Monster, Tiere und andere Widersacher, steigt im Level auf, verbessert seine Fähigkeiten, findet bessere Ausrüstung, löst Rätsel und erfüllt Quests. Auch die Story ist nicht ungewöhnlich: Als Auserwählter soll man nichts Geringeres vollbringen als die Welt zu retten, in der nach dem Tod des Königs ein Bürgerkrieg tobt und das dazu noch von Drachen heimgesucht wird.

Skyrim“ setzt all diese Elemente hervorragend um. Der Charakter wird keiner festen Klasse zugeordnet und steigt nicht starr im Level auf. Stattdessen entwickelt sich die Figur der Spielweise entsprechend. Wenn ein schwertschwingender Krieger anfängt, Magie zu wirken, kann er sich zum Kampfmagier entwickeln. Ein Dieb, der am liebsten heimlich aus dem Hinterhalt angreift, kann lernen, magische Begleiter zu beschwören. Fähigkeiten werden besser, indem sie benutzt werden. Steigen diese Fähigkeiten um zehn Punkte, lässt sich der Magie-, Gesundheits- und Ausdauerwert verbessern und eine von mehr als 200 Spezialfähigkeiten erlernen – etwa besonders mächtige Axthiebe, Zauber oder die Möglichkeit, starke Ausrüstung selbst herzustellen. Denn in „Skyrim“ gibt es auch die Möglichkeit, Schmiedkunst oder Alchemie zu beherrschen und so Ausrüstungsteile oder in der Welt gefundene Zutaten selbst zu neuen Gegenständen zu verarbeiten.

Das Besondere an „Skyrim“ ist die Erkundung der Welt

Am wichtigsten sind jedoch die Kämpfe. Dabei wird die Spielfigur aus der Ego-Perspektive bewegt und jede Hand einzeln gesteuert. So werden viele Kombinationen ermöglicht: Etwa ein Schwert in der einen Hand, einen Schild in der anderen, Zauber und Schild, Waffe und Zauber, zweihändige Axt oder Pfeil und Bogen. Über ein Favoritensystem lassen sich die am häufigsten benutzten Waffen, Zauber und Gegenstände schnell wechseln.

Das Gegner-Repertoire reicht von feindlichen Kriegern über Monster, Tiere und Untote bis hin zu Drachen. Diese Kämpfe sind besonders spektakulär inszeniert und wichtig für die Handlung, denn der Auserwählte kann besonders starke Zaubersprüche, die sogenannten Drachenschreie, lernen, nachdem er die großen Lindwürmer besiegt.

Die etwa 20 Drachen in der Welt tauchen zum Teil in der Handlung auf, die jedoch nur einen groben Roten Faden bietet. Das Besondere an „Skyrim“ ist die Erkundung der Welt. Zwar bekommt man von wichtigen Personen im Spiel Aufträge, die die Handlung vorantreiben. Befolgt man diese ohne Umwege, kann nach etwa 20 bis 30 Stunden die Endsequenz über den Bildschirm flimmern. Aber „Skyrim“ lebt davon, dass es die Möglichkeit bietet, jede Ecke von Himmelsrand zu erkunden – von den schneebedeckten Gipfeln und den düsteren Höhlen über die von Flüssen durchzogenen Ebenen bis zu den Mooren, Wäldern, Dörfern und Städten.

Auf dem Weg durch die riesige Spielwelt begegnet man vielen Personen, von denen die meisten Aufträge für den Helden haben. Diese Nebenquests sind zum Teil sehr umfangreich und als Episoden spannender als die Hauptaufgabe. So wird man etwa damit beauftragt, bestimmte Gegenstände zu finden, besonders starke Monster zu besiegen oder gerät zwischen zwei Fronten, wenn eine Person verhaftet werden soll, diese jedoch ihre Unschuld beteuert. Darüber hinaus kann man sich in „Skyrim“ mehreren Fraktionen anschließen, etwa Kämpfer-, Diebes- oder Magiergilden, die als Aufnahmeritual mehrstufige Aufgaben bereithalten.

Das Spiel bietet somit jedem Fan von Fantasy-Rollenspielen eine Welt voller Abenteuer, in der sich zahllose spannende Stunden verbringen lassen. Und die Kritiker haben mit ihren Wertungen Recht: „Skyrim“ ist eines der besten Rollenspiele aller Zeiten.

"Skyrim" gibt es für Xbox360, PlayStation 3 und den PC. Es ist ab 16 Jahren freigegeben und kostet zwischen 50 und 60 Euro.

jhf