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Medien & TV Satelliten-Betreiber Astra sieht sich für neue Konkurrenz gerüstet
Nachrichten Medien & TV Satelliten-Betreiber Astra sieht sich für neue Konkurrenz gerüstet
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10:17 08.12.2014
Eine Animation des Astra 1A Satelliten beim Umrunden der Erde.
Eine Animation des Astra 1A Satelliten beim Umrunden der Erde. Quelle: SES Platform Services
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Berlin

Vor 25 Jahren begannen die Satelliten-Übertragungen in Deutschland. Am 8. Dezember 1989 waren zunächst nur RTL, SAT.1 und ProSieben auf dem Fernsehsatelliten Astra 1A verfügbar. Aktuell werden rund 400 Sender in deutscher Sprache übertragen, davon 300 kostenfrei. Astra kommt in Deutschland auf gut 18 Millionen Kundenhaushalte.

"Wir sind schon stolz, dass wir die Dominanz des Kabels gebrochen haben", sagte Elsäßer. Allerdings formiert sich die Konkurrenz im Kabel-Bereich gerade neu. Der Telekom-Riese Vodafone schluckte Kabel Deutschland und denkt laut Medieninformationen auch über die Übernahme des Mutterkonzerns des Konkurrenten Unitymedia nach. "Der Wettbewerb wird schärfer", räumte Elsäßer ein. "Es ist sicherlich so, dass weltweit neue Giganten entstehen, die den Kunden aus einer Hand bedienen wollen." Der Satellit sei aber das Rückgrat der Medienversorgung. "Ohne die Satelliten gäbe es die heutige Fernsehwelt nicht."

Zugleich buhlen auch Anbieter von Video-Streaming wie Maxdome, Netflix oder Watchever verstärkt um die Aufmerksamkeit der TV-Nutzer. "Aber es wird keine Situation wie "Video on Demand killed the TV Star" geben, da glaube ich nicht daran", sagte der Astra-Chef. Die Wahrnehmung, dass das lineare Fernsehen massiv an Bedeutung verliere, sei zwar sehr stark. In der Realität schauten aber die Menschen vier Stunden lineares Fernsehen pro Tag.

Der Betrieb von Satelliten ist ein teures Geschäft. Die Satelliten kosten 200 bis 300 Millionen Euro. "Ein Satellit hält 12 bis 16 Jahre, warten kann man ihn leider nur begrenzt", sagte Elsäßer. Astra hat rund 50 Satelliten im All, deshalb müssen jedes Jahr welche ersetzt werden. Das Unternehmen holt die Kosten bei den Kunden wie Fernsehsender herein.

dpa