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Nachrichten Medien & TV Sarah hofft auf Unterstützung aus der Heimat
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17:24 08.05.2009
Hofft auf den Sieg: Sarah Kreuz
Hofft auf den Sieg: Sarah Kreuz Quelle: ddp
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Als die Sängerin Ende April zu Besuch im Vereinsheim des Sportvereins DJK Kronungen war, sah das ganz anders aus. Über 500 Fans wollten die gebürtige Rheinländerin, die seit gut eineinhalb Jahren mit ihren Eltern und ihren vier jüngeren Geschwistern in Unterfranken lebt, sehen und vor allem hören. „Ich wusste gar nicht, dass unser Dorf so viele Leute hat“, wunderte sich die 19-Jährige damals.

Einen derartigen Auflauf wird es in Poppenhausen zu dem laut Juror Dieter Bohlen „besten Finale in der ’DSDS’-Geschichte“ am Samstagabend nicht geben. „Die Leute hier im Ort beobachten das natürlich schon, aber die Nachfrage etwa nach einer Übertragung auf einer großen Leinwand war nicht da“, sagt der zweite Bürgermeister Jürgen Hartmann. Zudem habe Sarahs Vater darum gebeten, kein großes Aufheben zu machen.

Die als Balladenkönigin geltende 19-Jährige hat keine Vorstellung, was in ihrem Wohnort vor sich geht. „Ich kriege hier von außen gar nichts mit“, sagt sie am Freitag in Köln auf ddp-Anfrage. Natürlich hoffe sie aber, dass Poppenhausen hinter ihr stehen werde.

Dass wieder mal eine Frau das Finale erreicht hat, freut Sarah Kreuz. Sie ist jedoch skeptisch, was ihre Siegeschancen angeht: „Ich denke schon, dass Daniel das Rennen machen wird.“ Er habe mehr Fans, was auch für ihre unterfränkische Wahlheimat gelte. „Es gibt viele aus meiner Ecke, die auch eher für Daniel sind“, sagt die Finalistin.

Unabhängig von ihrem Abschneiden im Finale am Samstagabend wird es nach Angaben von Hartmann am folgenden Samstag einen großen Empfang für Sarah Kreuz in Poppenhausen geben. Im Goldenen Buch der Stadt hat sie sich schon bei ihrer Stippvisite im April verewigt. Schon damals zeigte sich Bürgermeister Reinhold Stahl begeistert von der Stimme seiner Mitbürgerin: „Deutschland sucht den ’Superstar“, wir in Poppenhausen haben einen.“

Sollte Sarah Kreuz wirklich neuer RTL-„Superstar“ werden, könnte es vielleicht bald am Ortseingang ein entsprechendes Hinweisschild, etwa vergleichbar denen in Wohnorten der fränkischen Weinköniginnen, geben. „Das haben wir mal in einem lockeren Gespräch behandelt. Man muss sehen, was man dann eventuell daraus macht“, sagt Hartmann.

Wie Kreuz selber ist aber auch er skeptisch, ob die 19-Jährige am Ende siegen wird: „Ich kann es mir schon vorstellen. Ob es aber reicht, ist fraglich. Daniel hat viele weibliche Fans, und die können eventuell den Ausschlag geben.“ ddp