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Medien & TV Rolf Scheider steigt bei "Topmodel"-Show aus
Nachrichten Medien & TV Rolf Scheider steigt bei "Topmodel"-Show aus
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16:30 30.10.2009
Nicht mehr bei den "Topmdels": Rolf Scheider.
Nicht mehr bei den "Topmdels": Rolf Scheider. Quelle: ddp
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Der Castingdirektor mit Kölner Wurzeln, dessen ausgeprägter französischer Akzent zu seinem Markenzeichen wurde, ging mit dieser Nachricht am Freitag selbst an die Öffentlichkeit: Er werde „definitiv“ nicht mehr dabei sein, sagte der 54-Jährige in Berlin.

Der Grund? Scheider führt zeitliche Probleme wegen neuer beruflicher Projekte und privater Verpflichtungen an. 2010 will er „eine Castingagentur und zwei Modelagenturen“ in Berlin eröffnen. Scheider besteht darauf: „Es ist kein Rauswurf.“ Er habe in den vergangenen zwei Tagen mit Heidi Klum in den USA telefoniert und mit ihr die Situation besprochen. Sie seien sich einig gewesen, dass er nicht „auf zwei Hochzeiten tanzen“ könne. „Sie hat gesagt: ’Okay Jung’, wenn das so ist, dann mach mal deine Agentur auf.’“

Zugleich räumte Scheider aber auch ein, dass er enttäuscht gewesen sei, vor einigen Wochen „Gerüchte“ zu hören, wonach bereits ein neues Jury-Mitglied gecastet werde. „Das tut einem natürlich weh.“ Jetzt sei die Situation mit Klum aber „wieder absolut kristallklar“. „Heidi hat zu mir gesagt: Rolf, du hattest mir gesagt, Du hast keine Zeit mehr, und da habe ich schon mal angefangen zu casten“, rekapitulierte er.

Die „Bild“-Zeitung hatte Scheider mit den Worten zitiert, die Arbeit mit Klum sei „schwierig und ohne Job-Garantie“. Auch habe er lange nicht mehr mit Klum gesprochen, die kürzlich ihr viertes Kind zur Welt gebracht hat. Das sei inzwischen ganz anders, hob Scheider am Freitag hervor. „Wir sind super gute Freunde, wir respektieren uns, wir mögen uns sehr, sehr gern“, versicherte er und fügte mit Blick auf die Entwicklungen fast verständnisvoll hinzu: „Es wird immer gecastet, um vielleicht bessere und neuere Leute zu finden.“

Scheider war 2008 bei „Germany’s Next Topmodel“ eingestiegen und hatte Juror Bruce Darnell ersetzt. Während dieser vor allem für tränenreiche Ausbrüche bekannt war, wurde bei Scheider die Ermahnung „Ein absolutes No Go“ zum geflügelten Wort.

Bei ProSieben wollte man am Freitag die künftige Jury-Besetzung der Show nicht kommentieren: „Wir sind mitten in den Planungen. Es gibt noch keine Details“, sagte eine Sprecherin. Der Bewerbungsaufruf für die fünfte Staffel werde aber bereits sehr bald folgen. Auch dass die Show diesmal etwas später starte, sei lange geplant gewesen.

Der Vater von Heidi Klum, Günther Klum, wollte sich an „Spekulationen“ zur Jury ebenfalls nicht beteiligen. Er hob aber hervor: „Heidi optimiert ihre Sendung immer in jede Richtung, vorher und während der Show.“ Dabei werde über viele Dinge geredet, „und man wird auch über den Punkt Jury reden - ob die bleibt, ob sie nicht bleibt“.

Einen Bericht der „Bild“, wonach die Anforderungen diesmal noch härter und die Kandidatinnen mit Blick auf internationale Karrierechancen noch dünner sein müssten, wies er als falsch zurück. „Ich weiß nicht, woher die das haben.“ Die fünfte Staffel werde erneut aus 17 Folgen inklusive Live-Finale bestehen, die alle vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni 2010 laufen sollten.

Rolf Scheider nannte seine Teilnahme an der Sendung ein „Geschenk des Himmels“. „Ich liebe die Leute, die mich lieben in der Show - und es tut mir auch leid für sie“, sagte er. „Aber ich habe ein Büro in Paris, einen Mann in Paris, einen Hund in Paris - ich kann nicht vier Monate unterwegs sein.“

Für Gastauftritte in Klums Sendung stünde Scheider allerdings durchaus noch zur Verfügung. Insgesamt will er seine TV-Karriere auch keineswegs beenden: „Es gibt ganz, ganz viele Angebote von TV-Sendern.“

Dritter Juror neben Klum und Scheider war bislang Modelagent Peyman Amin. Es gebe Gerüchte, dass es eine ganz neue Jury um Klum geben solle, gab Scheider am Freitag zu Protokoll. „Ich habe es gehört. Aber Gerüchte sind Gerüchte“, sagte er.

ddp