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Medien & TV RTL überholt ARD als Marktführer
Nachrichten Medien & TV RTL überholt ARD als Marktführer
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11:43 30.12.2010
RTL hat die ARD in diesem Jahr in der Zuschauergunst überholt. Quelle: dpa
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Damit liegt der Kölner Privatsender erstmals seit 2003 wieder vor der ARD.

Auf 13,6 Prozent Marktanteil kommt RTL im Jahresdurchschnitt, das sind 1,1 Prozentpunkte mehr als 2009. Das Gemeinschaftsprogramm der ARD liegt mit 13,2 Prozent (plus 0,5) auf Platz zwei. Dahinter rangieren das ZDF mit 12,7 Prozent (plus 0,2) und Sat.1, das auf 10,1 Prozent (minus 0,3) Marktanteil in der Gruppe aller Zuschauer ab drei Jahre kommt.

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Das geht aus einer vorläufigen Erhebung der Einschaltquoten vom 1. Januar bis einschließlich 28. Dezember hervor, die die GfK Fernsehforschung im Auftrag der Sender ermittelt.

Im Jahr 2009 hatte noch die ARD mit 12,7 Prozent hauchdünn vor RTL und dem ZDF gelegen, die beide auf 12,5 Prozent Marktanteil kamen. Sat.1 lag vor Jahresfrist mit 10,4 Prozent etwas besser als in diesem Jahr.

Zwar dominiert die ARD bei den absoluten Top-Sendungen des Jahres - in den Top Ten der erfolgreichsten Ausstrahlungen (außer Sport) stehen sieben ARD-Programme und keines von RTL - und auch bei der Fußball-WM sahnten ARD und ZDF kräftig ab. Doch RTL hat eine größere Kontinuität bei den Zuschauerströmen im gesamten Programmablauf und erreicht vor allem am Nachmittag mit seinen umstrittenen Dokusoaps einen hohen Marktanteil - eine Tageszeit, in der die Öffentlich-Rechtlichen traditionell schwächeln.

Bei den Zuschauern in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen fällt der RTL-Vorsprung noch deutlicher aus: Auf einen Marktanteil von 18,1 Prozent (plus 1,2 Prozentpunkte) kommt der Sender aus der Bertelsmann-Gruppe. Dahinter liegen abgeschlagen die Konkurrenten ProSieben mit 11,6 Prozent (minus 0,3) und Sat.1 mit 10,7 Prozent (minus 0,1). Die ARD (7,3 Prozent, minus 0,7) und das ZDF (6,7 Prozent, plus 0,4) rangieren in der jüngeren Zielgruppe sogar noch hinter dem Viertplatzierten, dem RTL-Schwestersender Vox, der auf 7,7 Prozent (plus 0,2) kommt.

dpa