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Medien & TV RTL II zeigt US-Erfolgsserie „Game of Thrones“
Nachrichten Medien & TV RTL II zeigt US-Erfolgsserie „Game of Thrones“
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20:23 22.03.2012
Von Christiane Eickmann
Tyrion Lannister (Peter Dinklage) hat sich Verstärkung mitgebracht. Quelle: RTL II
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Hannover

Schauplatz von „Game of Thrones“ ist ein mittelalterlich anmutendes Paralleluniversum namens Westeros – ein Reich, das in sieben Königreiche aufgeteilt ist und in dem die Jahreszeiten mehrere Jahrzehnte dauern können. Die Serie setzt zu einem Zeitpunkt ein, als den nördlichen Völkern unter ihrem Herrscher Ned Stark (Sean Bean, bekannt als Boromir in „Der Herr der Ringe“), dem Lord von Winterfell, ein neuer langer Winter droht. Damit nicht genug: Aus den Wäldern ganz im hohen Norden bedrohen Schattenwesen die Menschen. Doch darum kann sich Stark nicht kümmern. Er soll als rechte Hand seinem alten Freund König Robert (Mark Addy) dienen – dessen Vorgänger vergiftet wurde ...

Basierend auf der erfolgreichen Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin haben David Benioff und D. B. Weiss für den US-Bezahlsender HBO („The Sopranos", „Six Feet Under", „True Blood") die Serie „Game of Thrones“ inszeniert: großes Bombast-Fernsehen, sehr unterhaltsam und spannend. Der „Hollywood Reporter“ schätzt das Budget der Serie auf 50 bis 60 Millionen Dollar - und die sieht man der Inszenierung an: kunstvolle Kostüme, detailverliebte Kulissen, tolle Darsteller. Gedreht wurde unter anderem an der Küste Maltas und in den grünen Weiten Irlands.

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Was die Serie von herkömmlicher Fantasy-Kost unterscheidet, ist die Tiefe und die Anzahl unterschiedlicher Charaktere. Ned Stark ist dabei so ziemlich der einzig Edle und Gute. Sowohl König Robert als auch dessen Schwager Jamie Lannister (gespielt vom Dänen Nikolaj Coster-Waldau, „Nightwatch“) offenbaren nach und nach ihre Abgründe. Kritikerlob in den USA erhielt der kleinwüchsige Peter Dinklage, der als Tyrion Lannister geschickt zwischen den Clans taktiert. Ausgezeichnet wurde er dafür mit dem Emmy und dem Golden Globe. Seine kluge Geliebte Shae spielt die Deutsche Sibel Kekilli.

Tabus gibt es keine bei „Game of Thrones“: Wer sich auf das Fantasy-Abenteuer einlässt, muss drastische Gewaltdarstellungen und auch die eine oder andere ausgelebte Männerphantasie aushalten. Wohlfühlfernsehen ist etwas anderes. Überhaupt ist die Grundstimmung bei „Game of Thrones“ düster, Konflikte werden im Laufe der Staffel nicht zwingend aufgelöst, sondern eher verschärft. Was die ausladende Inszenierung zunächst nicht vermuten lässt: Die Serie verknüpft anspruchsvoll sehr viele Handlungsstränge – wer mittendrin einschaltet, hat schlechte Chancen, den Geschichten zu folgen. Es ist daher klug, dass RTL II die zehn Folgen der ersten Staffel kompakt an drei Abenden hintereinander sendet.