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Medien & TV Proteste auch in Japan
Nachrichten Medien & TV Proteste auch in Japan
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12:47 22.12.2008
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Dieser kostenlose Online-Service bietet zahlreiche Fotos  von Straßenzügen aus verschiedenen Ländern. Um die öffentliche  Präsentation dieser Bilder im Internet zu stoppen, haben jetzt  einige Aktivisten, darunter Juristen, Journalisten und Professoren,  eine Petition unterzeichnet.

Laut dem Magazin „Inquirer“ gehen die Datenschützer davon aus,  dass das Bereitstellen von Straßenfotos im Web die Privatsphäre der  Anwohner dauerhafter und tiefer verletzt als es beispielsweise  durch gängige Überwachungskameras der Fall ist. Erst kürzlich hatte  die japanische Abteilung von Google nach einer Beschwerde  versichert, auf den Fotos in Street View würden die Gesichter von  zufällig aufgenommenen Passanten unkenntlich gemacht. Darüber  hinaus erklärte das Unternehmen, bestimmte Bilder würden auf Anfrage aus der Datensammlung gelöscht. Doch wie sich nun  herausgestellt hat, scheinen diese Maßnahmen den Datenschützern  nicht zu genügen, weshalb sie jetzt die Petition verfasst haben.

Auch in Deutschland gab es in der Vergangenheit Proteste gegen  das Fotografieren von Straßenzügen und das Bereitstellen dieser  Aufnahmen im Internet. Hierzulande wurde ebenfalls der Datenschutz  als Grund für die Ablehnung genannt. Kritiker befürchten unter  anderem, die Fotos könnten zu viele Details über die Wohnsituation  der Menschen offenbaren und Diebe anlocken.