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Medien & TV Prominenter LulzSec-Hacker verrät Mitstreiter
Nachrichten Medien & TV Prominenter LulzSec-Hacker verrät Mitstreiter
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19:37 06.03.2012
Das FBI hat mehrere LulzSec-Hacker verhaftet. Quelle: dpa
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Washington

US-Ermittler haben nach eigener Einschätzung einen schweren Schlag gegen die internationale Hackerszene gelandet. Fahnder machten am Dienstag nach einem Bericht des US-Senders FoxNews drei führende Mitglieder der Hackerbewegung LulzSec dingfest, die im vergangenen Jahr als digitale Spaß-Guerilla Computersysteme von Unternehmen und Behörden angegriffen hatte. Zwei weitere Verdächtige seien wegen Beihilfe angeklagt worden.

Die entscheidenden Hinweise kamen dem Bericht zufolge von einem Insider: Ein 28-jährige New Yorker namens Hector Xavier M. mit dem Hackernamen „Sabu“ habe schon seit Monaten mit den Behörden zusammengearbeitet. Er habe der US-Bundespolizei FBI beim Sammeln von Beweisen geholfen, über den Kurznachrichtendienst Twitter falsche Fährten gelegt und sogar den Geheimdienst CIA und andere US-Behörden sowie Finanzinstitutionen vor Cyberattacken geschützt.

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„Das ist verheerend für die Organisation“, zitierte Fox einen an FBI-Beamten. „Wir haben den Kopf von LulzSec abgeschlagen.“ „Sabu“ zur Mithilfe zu bewegen, sei nicht einfach gewesen. „Es war wegen seiner Kinder. Er wollte nicht ins Gefängnis wandern und sie zurücklassen. So haben wir ihn gekriegt“, sagte ein Beamter.

Hector Xavier M. hatte sich im August vorigen Jahres in zehn Anklagepunkten im Zusammenhang mit seiner Hackeraktivität schuldig bekannt, nachdem er im Juni zu Hause in Manhattan festgenommen worden war. In den Wochen danach habe er dann beinahe täglich von FBI-Büros heraus mit den Ermittlern zusammengearbeitet.

Die LulzSec-Gruppe verschaffte sich im Mai 2011 scheinbar mühelos Zugang zu Web-Servern von Unternehmen und Behörden. Ende Juni erklärte die vermutlich von der digitalen Protestbewegung Anonymous abgespaltene Gruppe ihre Auflösung. In Anonymous-Kreisen war „Sabu“ schon länger als Verräter bezeichnet worden.

Mit Hilfe des Top-Hackers, der entsprechende Hinweise von seinen Anhängern erhielt, habe das FBI rund 300 Behörden, Firmen und Finanzinstitutionen in den USA und rund um den Globus vor Schwachstellen in ihren Computersystemen warnen können, heißt es bei FoxNews weiter. So hätten sich potenzielle Ziele schützen lassen.

Die Polizei in Irland bestätige indes, dass ein junger Mann in Dublin festgenommen worden sei. Er stehe im Verdacht, Verbindungen zu einer internationalen Hackergruppe zu haben. Er soll einer der fünf Männer sein, die im Rahmen der Ermittlungen zu LulzSec befragt werden, hieß es von der Nachrichtenagentur PA. Man arbeite eng mit Fahndern auf internationaler Ebene zusammen. 

dpa

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