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Medien & TV Pakistanisches „Computer-Wunderkind“ stirbt mit 16 Jahren
Nachrichten Medien & TV Pakistanisches „Computer-Wunderkind“ stirbt mit 16 Jahren
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08:48 18.01.2012
Die Pakistanerin Arfa Karim Randhawa galt als Computergenie und war die jüngste Mitarbeiterin von Microsoft.
Die Pakistanerin Arfa Karim Randhawa galt als Computergenie und war die jüngste Mitarbeiterin von Microsoft. Quelle: dpa
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Islamabad

Sie galt als Computergenie und wurde mit gerade einmal neun Jahren die weltweit jüngste Expertin für Microsoft-Software. Nun starb die Pakistanerin Arfa Karim Randhawa mit nur 16 Jahren an den Folgen eines epileptischen Anfalls und eines dadurch ausgelösten Herzinfarkts. Das berichteten pakistanische Medien am Sonntag. Vor ihrem Tod am Samstag hatte die Jugendliche mehrere Wochen lang in einem Militärkrankenhaus in der ostpakistanischen Provinzhauptstadt Lahore im Koma gelegen.

An der Trauerfeier in der Al-Khalid-Moschee von Lahore nahmen am Sonntag viele Prominente teil, darunter der Ministerpräsident der Provinz Punjab, Shabaz Sharif, wie die Zeitung „The Nation“ online berichtete. Anschließend wurde der mit einer grün-weißen Nationalflagge geschmückte Sarg in den Heimatort der Toten in der Nähe der Stadt Faisalabad in Zentralpunjab gebracht. Dort sollte Arfa Karim im Kreise ihrer Familie beigesetzt werden.

Das in Pakistan als Wunderkind gefeierte und mehrfach ausgezeichnete Mädchen hatte 2004 die offizielle Anerkennung als „Microsoft Certified Professional“ geschafft. Dieser Status bedeutet, dass man als Experte für Microsoft-Software auftreten darf. Microsoft-Gründer Bill Gates lud die Tochter eines Offiziers der pakistanischen Armee im Jahr 2005 persönlich in den Firmensitz bei Seattle (Bundesstaat Washington) ein.

Gates soll sich in den vergangenen Wochen auch dafür eingesetzt haben, das schwer kranke Mädchen in den USA behandeln zu lassen. Die Ärzte in Lahore hätten jedoch von einer Überführung abgeraten. Pakistanischen Medienberichten zufolge litt Arfa Karim Randhawa seit längerem unter epileptischen Anfällen.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Sebastian Harfst 13.01.2012
13.01.2012