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Medien & TV Online-Betrüger muss sieben Jahre hinter Gitter
Nachrichten Medien & TV Online-Betrüger muss sieben Jahre hinter Gitter
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14:30 21.08.2012
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Augsburg

n. Der Gesamtschaden wurde auf mehr als einer Million Euro beziffert. Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte lasse sich nur durch hohe Strafen beeindrucken, sagte der Vorsitzende Richter Rudolf Weigell. Die Kammer verurteilte ihn wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs sowie Computerbetrugs.

Die Bande hatte im Internet mit 31 Shops mindestens 1609 Kunden geprellt. Unter dem Decknamen Hansi erteilte der 23-Jährige aus Essen Bandenmitgliedern nach Überzeugung des Gerichts Aufträge und ließ sie die Internet-Shops erstellen. Außerdem erschlich sich die "Fakeshop-Bande" Daten von Bankkunden und hob Geld von sieben Festgeldkonten ab. Staatsanwalt Andreas Straßer hatte in seinem Plädoyer acht Jahre Haft für den Anführer gefordert. "Die Tat ist in hohem Maße professionell und von hoher krimineller Energie geprägt."

Die Betrüger waren den Ermittlern bei einer bundesweiten Razzia im Mai 2011 ins Netz gegangen, nachdem Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft ihnen anderthalb Jahre lang auf den Fersen gewesen waren. Drei der ursprünglich vier angeklagten Mitglieder der "Fakeshop-Bande" wurden vom Augsburger Landgericht bereits zu bis zu vier Jahren Haft verurteilt.

Der Hauptangeklagte schwieg während der 15 Verhandlungstage zu den Vorwürfen - nur einmal fuhr er einen Mitangeklagten an, dieser solle nicht so tun, als sei er nicht auch maßgeblich beteiligt gewesen. "Der Angeklagte handelte nach dem Prinzip "Mir kann keiner was"", sagte Richter Weigell. Wer seiner Idee gefährlich zu werden drohte, den schüchterte der heute 23-Jährige nach Ansicht des Gerichts ein oder ließ Gewalt anwenden. Nach Meinung der Verteidigung gab es keine Grundlage für einen Schuldspruch - sie stellte daher keinen Antrag. Der Verurteilte kündigte Revision an.

dpa