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Medien & TV Nach Roboter-Tatort: Wann übernehmen die Maschinen?
Nachrichten Medien & TV Nach Roboter-Tatort: Wann übernehmen die Maschinen?
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11:02 17.09.2018
Ob die Arbeit der Darsteller Meret Becker, Frank-Leo Schröder und Mark Waschke auch von einem Roboter übernommen werden könnte? Im Berliner Tatort übernimmt der „Robista“ die Arbeit an der Kaffeemaschine. Quelle: picture alliance / Geisler-Fotop
Berlin

Liebevoll kümmert sich der Coffeeshop-Besitzer Tom Menke im Berliner Tatort „Tiere der Großstadt“ vom vergangenen Sonntag um seinen Robista – seinen Roboter-Barista, der ihm die Arbeit beim Kaffeemachen abnimmt. Vielleicht hat sich Menke zu viel Sorgen um seine Kaffeemaschine gemacht und zu wenig um seine Frau – im Krimi stirbt der Coffeeshop-Besitzer durch den Greifarm des Roboters.
Die verlassene Ehefrau hat sich gerächt – und den Robista zur Killermaschine umprogrammiert.

Im Tatort nimmt der Roboter den Raum im Kaffeestand gänzlich ein. Wo die Maschine steht, ist kein Platz mehr für den Menschen – das Kaffeemachen ist ein vollautomatisierter Vorgang und kein Handwerk mehr. Wie realistisch es ist, dass der Kollege Computer die Arbeit des Menschen übernimmt, zeigt eine Studie den Weltwirtschaftsforums (WEF).

Die Maschine übernimmt: Menschen arbeiten weniger

Danach werden heute 71 Prozent aller Arbeiten weltweit vom Menschen verrichtet. Bis 2025, also schon bald, soll der Anteil auf 48 Prozent absinken. „The Fu­ture of Jobs“ hat das WEF seine Analyse überschrieben – herausgekommen ist eine für den Menschen nicht eben optimistische Perspektive. Die Maschine macht sich fit.

Bis 2022 werden den Experten­ zufolge­ auf allen fünf Kontinenten rund 75 Millionen Arbeitsplätze durch die Digitalisierung vernichtet. Zwar werden – das WEF spricht von einem „großen Lichtblick“ – durch den Einsatz von Bits und Bytes gleichzeitig auch etwa 133 Millionen neue Jobs geschaffen. Doch die fallen einem nicht in den Schoß: Für sie werden ganz neue Fachkenntnisse nötig sein. Das Motto vom lebenslangen Lernen war nie aktueller als heute­. Das WEF hat für seine Studie mehr als 300 Unternehmen aus zwölf Branchen mit etwa 15 Millionen Mitarbeitern­ in 20 Industrie- und Schwellenländern befragt.

Die Roboter machen sich in Buchhaltung und Bürojobs breit

Und wer muss sich besonders Sorgen­ machen? In Bürojobs und Buchhaltung dürften sich weitgehend Roboter und Computer breitmachen. Überall dort, wo besondere­ menschliche Fähigkeiten notwendig sind, bleibt der Mensch das Maß aller Dinge – etwa­ in der Wissenschaft, im Softwaredesign oder auch im Marketing.

73 Prozent der deutschen Wirtschaft wollen laut WEF ihre Mitarbeiter bald für die neuen Technologien intelligenter Maschinen schulen. Aber Vorsicht! Passen Sie bei den Seminaren gut auf, denn 54 Prozent der Chefs wollen Mitarbeitern kündigen, wenn sich diese mit der neuen Technik schwertun.

Von Alexander Dahl / Geraldine Oetken / RND

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