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Medien & TV Mit Hannover 96 als Manager Meister werden
Nachrichten Medien & TV Mit Hannover 96 als Manager Meister werden
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10:36 28.10.2011
Mit der richtigen Ansprache in der Kabine kann man die Mannschaft in "Fussball Manager 12" zusätzlich motivieren. Quelle: Electronic Arts
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Das rote Triumvirat um 96-Clubchef Martin Kind, Manager Jörg Schmadtke und Trainer Mirko Slomka leistet bei Hannover 96 hervorragende Arbeit. Dennoch gibt es einige, die meinen, dass sie den Job besser erledigen könnten. Sie können es jetzt versuchen – virtuell im „Fussball Manager 12“.

Die Manager-/Wirtschaftssimulation erschlägt den Spieler zuerst fast wegen des Umfangs: Dank dickem Lizenzpaket lassen sich zahlreiche Mannschaften von der Bundesliga bis in die Amateurligen als Manager und Trainer übernehmen. Dabei kann man sich um nahezu jedes Details des Vereins kümmern – in finanzieller Hinsicht etwa um Sponsorenverträge, Eintrittspreise, Ausbau der Infrastruktur und natürlich Transfers. Im sportlichen Bereich reicht der Umfang von der Aufstellung und dem Training der ersten Mannschaft bis hin zum Scouting und den taktischen Vorgaben für die eigenen Jugendteams. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, neben der Vereinsmannschaft eine Nationalelf zu übernehmen und zur WM oder EM zu führen. Wer sich jedoch nur auf bestimmte Aspekte konzentrieren will, kann Mitarbeiter anheuern. So kümmert sich der Co-Trainer um die Feinheiten der Taktik, oder ein Kassenwart übernimmt die Finanzen.

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Wenn die Grundlagen - Auswahl der Spieler, Training, Aufstellung, Taktik - gelegt sind, kann die Saison beginnen. Die Spiele in der Liga, dem DFB-Pokal und den internationalen Ligen können im schmucklosen Textmodus verfolgt werden. Im „Fussball Manager 12“ wurde jedoch auch die 3-D-Darstellung der Spiele überarbeitet. Die sieht leider nicht annähernd so gut aus wie etwa „Fifa 12“, das Spiel "live" zu verfolgen ist aber dennoch dramatisch und spannend, zumal man direkt auf den Verlauf des Spiels reagieren und Anweisungen geben sowie die taktische Marschroute ändern kann.

Die Spiele und das Verhalten der Mannschaften werden dabei recht realistisch simuliert. So verpflichtet Hannover 96 vom Computer gesteuert etwa Zlatko Junuzovic von Austria Wien, was in der Sommerpause als Transfergerücht gehandelt wurde, und 96-Keeper Ron-Robert Zieler wird von mehreren Bundesligisten umworben. Allerdings hakt manchmal die Balance: Während man etwa Bayern München auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad zur Meisterschaft führen kann, indem man einfach nur die beste Startaufstellung wählt und verletzte Spieler ersetzt, sieht es bei der Nationalmannschaft etwas anders aus. Trotz Bestbesetzung mit Lahm, Schweinsteiger und Özil kommt die Deutsche Nationalelf bei gleich geringem Aufwand nicht über ein 0:0 gegen Liechtenstein hinaus und verpasst die Qualifikation für die EM.

Dennoch ist der „Fussball Manager 12“ jedem Enthusiasten zu empfehlen: Auf Grund des immensen Umfangs, der fußallverrückten Atmosphäre dank Details und Lizenzen und dem Baukasten, der zum Experimenten einlädt (kann man Mario Götze wohl zu den „Roten“ lotsen?) kann das Spiel theoretisch unbegrenzt lange fesseln. Oder mindestens, bis im nächsten Jahr der "Fussball Manager 13" erscheint.

Fussball Manager 12“ gibt es für den PC. Es ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und kostet etwa 50 Euro.

jhf