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Medien & TV Microsoft will sich mit Windows 7 an der Spitze behaupten
Nachrichten Medien & TV Microsoft will sich mit Windows 7 an der Spitze behaupten
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16:11 22.10.2009
Windows 7 Professional eignet sich für Unternehmen jeglicher Größenordnung.
Windows 7 Professional eignet sich für Unternehmen jeglicher Größenordnung.
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Die neueste Version der von mehr als 90 Prozent aller Computer verwendete Betriebssystemreihe ist deutlich schlanker und ein bisschen schneller geworden. Die wichtigsten Neuerungen finden „unter der Motorhaube“ statt. „Das ist das, was man nicht sieht, aber merkt“, erklärt der Windows-Experte von Microsoft Deutschland, Daniel Melanchthon.

In den zurückliegenden fast 25 Jahren Windows-Entwicklung ist das Betriebssystem ein gewaltiger Klotz geworden, der immer höhere Anforderungen an die Leistung der Hardware gestellt hat. Das drei Jahre alte Windows Vista war der Höhepunkt dieser Entwicklung. „Jetzt versuchen wir, Windows aufzudröseln und in Komponenten zu zerlegen“, sagt der „Technical Evangelist“ von Microsoft.

Nun steht der Nutzer vor der Wahl: Welches Windows 7 soll es denn sein? Wie schon bei den Vorgängern Vista und XP bietet Microsoft auch sein neues Betriebssystem in unterschiedlichen Varianten an – für den deutschen Markt sind es allein fünf. Privatanwender stehen vor der Entscheidung zwischen drei Versionen, die sich vor allem optisch und in zusätzlichen Funktionen unterscheiden: Windows 7 Starter, Windows 7 Home Premium und Windows 7 Ultimate. Für Firmen gibt es zwei weitere Varianten: Windows 7 Professional und Windows 7 Enterprise. In Geschäften ist das Betriebssystem in drei verschiedenen Verpackungen erhältlich. So gibt es die Enterprise-Version nur für Großkunden.
Windows 7 Starter, zumindest vorerst nur auf PCs vorinstalliert, hat der Softwarehersteller unter anderem für Netbooks entwickelt – mit abgespeckten Funktionen. So gibt es darunter unter anderem keine grafischen Spielereien wie die Aero-Benutzeroberfläche, zudem kann nur ein Benutzer angemeldet sein, bei höheren Versionen können mehrere Benutzer gleichzeitig im System arbeiten, und das Windows-Media-Center fehlt. Starter ist jedoch nicht wie bei Vista für Entwicklungsländer gedacht, sondern international als Einsteigerversion für geringe Hardwareleistung. Microsoft legt Wert darauf, dass es auch keine reine Netbook-Version ist – darauf lassen sich je nach Ausstattung auch die anderen Versionen installieren.

Jede einzelne Version mit Ausnahme von Windows 7 Starter ist zusätzlich als 32- und 64-Bit-System erhältlich. Die Packungen enthalten dafür zwei DVDs – eine für 32 Bit, eine für 64 Bit. Theoretisch kann man beide Versionen nebeneinander auf dem Computer installieren und dann beim Hochfahren des Rechners entscheiden, welche gestartet werden soll. Microsoft trägt mit der 64-Bit-Version der veränderten Prozessorlandschaft Rechnung.

Während frühere Windows-Systeme noch als 16- beziehungsweise 32-Bit-Varianten auf den Markt kamen (Windows 3.1 und Windows 2000/NT), setzt Microsoft nun den bereits bei XP und Vista eingeschlagenen Weg fort. Entsprechende Prozessoren wie der CoreDuo von Intel oder AMD Athlon 64 können mit einem auf 64 Bit ausgelegten System wie Windows 7 – zumindest in der Theorie – schneller rechnen. In der Praxis bemerkbar machen dürfte sich dies jedoch nur bei umfangreichen Grafikanwendungen.

Wenn Sie in Ihrem Computer beispielsweise vier oder mehr Gigabyte an Speicher eingebaut haben und diese für Ihre Anwendungen auch benötigt werden, haben Sie einen guten Grund, auf die 64-Bit-Variante zu setzen. Die 32-Bit-Version von Windows 7 dürfte noch eine Weile lang das am häufigsten eingesetzte System bleiben. Das höherwertige 64-Bit-System kann sich zwar auch der Durchschnittsanwender von seiner Windows-7-DVD installieren, den passenden Prozessor vorausgesetzt. Allerdings kann es gut passieren, dass nicht für jedes eingebaute Stück Hardware der passende Treiber vom Hersteller parat ist. 64 Bit bleibt ein System der Zukunft. Entscheiden Sie sich im Zweifel für die 32-Bit-Fassung.

Die Varianten für den deutschen Markt werden auf gleichen DVDs ausgeliefert, wenn auch in unterschiedlichen Verpackungen. Allein der Registrierungscode entscheidet, welches Windows 7 auf dem PC installiert wird. Das ist für Sie durchaus von Nutzen: Wenn Sie sich jetzt für Windows 7 Starter entscheiden und später auf eine umfangreichere Version wechseln wollen, benötigen Sie lediglich einen anderen Registrierungscode. Mit der bereits vorhandenen DVD können Sie später auf diese höherwertige Version upgraden. Wobei über den Internetanschluss dann zusätzliche kleinere Updates zu erwarten sind. Welche Version für den jeweiligen Computer die beste ist, richtet sich nach dem Einsatzzweck und auch nach der technischen Ausstattung des Rechners.

Überblick:

Windows 7 Home Premium enthält die Benutzeroberfläche Aero mit verbesserter Suchfunktion und 3-D-Effekten. Auch das Media Center ist dabei, mit dem sich bequem eine TV-Karte und die Xbox 360 anbinden lassen – um digitale Inhalte auf dem Fernseher abzuspielen. Die Premium-Edition ist zudem ausgelegt für sogenannte Tablet-PCs, die man statt mit Maus und Tastatur nur mit einem Stift oder Finger bedient. Voraussetzungen: Prozessor mit mindestens 1 GHz mit 32 Bit (x86) oder 64 Bit (x64), 1 GB RAM (32 Bit) oder 2 GB RAM (64 Bit), DirectX-9-Grafikgerät mit WDDM 1.0- oder höherem Treiber, 16 GB freier Festplattenspeicher.

Windows 7 Professional eignet sich für Unternehmen jeglicher Größenordnung. Auch hier bietet das System die Aero-Funktionen der Premium-Edition, außerdem lassen sich auch hier Tablet-PCs einfach einbinden. Ein Schutz vor unerwünschten schadhaften Programmen wie Trojanern ist in dieser Version enthalten. Das System ist besonders darauf ausgelegt, dass es sich von Administratoren schnell und einfach pflegen lässt. Außerdem ist der XP-Modus enthalten, der Kompatibilitätsproblemen in Unternehmen vorbeugen soll, die noch auf alte Programme angewiesen sind. Voraussetzungen: wie Windows 7 Home Premium.

Windows 7 Ultimate umfasst sämtliche Funktionen der Premium-Versionen, darüber hinaus aber noch mehr – unter anderem die BitLocker-Festplattenverschlüsselung, den XP-Modus sowie die automatische Sicherung und Wiederherstellung von Daten. Außerdem lässt sich jederzeit die Sprache des Systems ändern – 35 Sprachen stehen zur Auswahl. Voraussetzungen: wie Windows 7 Home Premium.

„So klappt's mit Windows 7“. Verlegt bei Madsack Supplement. 292 Seiten, 14,90 Euro. Ab 3. November in allen HAZ-Geschäftsstellen, im Anzeiger-Hochhaus sowie im Buchhandel erhältlich. Außerdem ab sofort vorzubestellen im Internet unter https://shop.haz.de oder telefonisch unter (01801) 518 518.

von Marcus Schwarze, Michael Pohl und Sascha Aust

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