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Medien & TV Mexikos Polizei tötet gefährlichen Drogenboss
Nachrichten Medien & TV Mexikos Polizei tötet gefährlichen Drogenboss
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19:18 11.12.2010
Eine Plakatwand zeigt die Belohnung für die Mitglieder des Drogenkartells "La Familia". Links ist der jetzt getötete González zu sehen.
Eine Plakatwand zeigt die Belohnung für die Mitglieder des Drogenkartells "La Familia". Links ist der jetzt getötete González zu sehen. Quelle: dpa
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MEXIKO-STADT. Der Mann mit den Beinamen „El chayo“ (Die Stachelgurke) starb demnach bei einer Schießerei in dem Ort Apatzingán im Bundesstaat Michoacán.

Die Zeitung „Sol de México“ beschrieb „El chayo“ am Samstag als einen der brutalsten und gefährlichsten Kriminellen des Landes, der die Killer der von ihm gegründeten Bande mit religiös verbrämten Appellen motivierte.

Bei den schweren Gefechten in Michoacan im Westen des Landes zwischen der Polizei und der Drogenbande, die schon am Mittwoch begonnen hätten, seien auch fünf Polizisten und drei Unbeteiligte, darunter ein achtmonatiges Baby, getötet worden, berichteten nationale Medien. González, der auch die Beinamen „El Dulce“ (Der Süße) und „El Más Loco“ (Der Verrückteste) trug, sei in der Nacht zu Donnerstag erschossen worden. Die Kämpfe mit der Drogenbande hätten sich auf zwölf Gemeinden in der Umgebung der Hauptstadt des Bundesstaates, Morelia, erstreckt.

„El chayo“, dem der Schmuggel von Tonnen von Drogen Richtung USA sowie zahlreiche Morde und Erpressungen vorgeworfen wurden, habe die Bandenmitgliedern pseudoreligiös beeinflusst. Sie „sollten den Weg des Guten beschreiten, danach streben, die Besten zu sein und ihre Taten als Ausdruck einer spirituellen Haltung zu verstehen“, zitierte die Zeitung aus einer der Nachrichten Morenos.

Mit dem Tod Morenos wurden damit seit Januar bereits drei wichtige Drogenbosse erschossen. Insgesamt gibt es sieben größere Drogenkartelle in Mexiko, die alle äußerst brutal vorgehen. Im Kampf des Staates gegen die Banden, bei dem seit Ende 2006 auch das Militär eingesetzt wird, starben seither mindestens 28 000 Menschen. (dpa)