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Medien & TV Mehr Schutz für Telefonkunden vor überteuerten Warteschleifen
Nachrichten Medien & TV Mehr Schutz für Telefonkunden vor überteuerten Warteschleifen
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10:10 02.06.2013
Bei Verstößen gegen das Verbot überteuerter Warteschleifen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100 000 Euro.
Bei Verstößen gegen das Verbot überteuerter Warteschleifen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100 000 Euro. Quelle: Uli Deck
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Berlin/Bonn

Auch bei Gratis-Nummern bleiben Warteschleifen erlaubt, ebenso bei normalen Ortsvorwahlen - hierfür sind dann aber die üblichen Gebühren zu zahlen. Bei Verstößen drohen Anbietern Bußgelder bis zu 100 000 Euro.

Die Änderungen sind Teil einer im vergangenen Jahr beschlossenen Reform des Telekommunikationsrechts. Seit 1. September gilt bereits eine Übergangsregelung, wonach die ersten zwei Minuten einer Schleife kostenlos sein müssen. Die Regeln werden nun ausgedehnt.

Künftig dürfen auch "nachgelagerte" Warteschleifen nichts kosten, wenn der Anrufer im Laufe eines Telefonats weitergeleitet wird. Bei Service-Nummern müssen Verbraucher zudem gleich zu Beginn informiert werden, wie lange die Schleife voraussichtlich dauern wird. Angesagt werden muss auch, dass ein Festpreis für den Anruf berechnet oder die Schleife kostenlos sein wird. Die Vorschriften gelten für Telefonate aus dem Festnetz und von Handys. Wenn Kunden einen Pauschaltarif (Flatrate) für normale Festnetzverbindungen haben, fallen bei Hotlines mit Ortsvorwahlen auch keine Kosten für Warteschleifen an.

Verbraucherschützer kritisieren seit längerem, dass in Warteschleifen teils unbemerkt Kosten von mehreren Euro fällig werden können. Die Bundesnetzagentur betonte, Verbraucher könnten sich mit Beschwerden über Warteschleifen bei der Behörde melden.

dpa