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Nachrichten Medien & TV Lion & Co.: Apple pimpt OSX und iPhones auf
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20:45 06.06.2011
Kurzer Auftritt: Steve Jobs beim WWDC in San Francisco
Kurzer Auftritt: Steve Jobs beim WWDC in San Francisco Quelle: dpa
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Nach den Rekordergebnissen der vergangenen Monate erneuert der kalifornische Computerkonzern Apple die Software-Basis seines Erfolgs. Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC sagte Vorstandschef Steve Jobs am Montag vor mehr als 5000 Teilnehmern in San Francisco,

Apple bringe neue Versionen des Computer-Betriebssystems Mac OS X und des mobilen Systems iOS heraus. Außerdem setzt das Unternehmen verstärkt auf den aktuellen Cloud-Trend, der auch die persönlichen Daten ins Internet legt. "Wir leben in einer Post-PC-Welt", sagte Manager Scott Forstall.

Schon nach wenigen Minuten übergab der kranke Steve Jobs die Leitung der Präsentation an seine Kollegen. Marketing-Chef Phil Schiller kündigte die neue Version des Mac-Betriebssystems mit der Bezeichnung "Lion" für Juli an, zu einem Update-Preis von rund 24 Euro. In "Lion" gebe es mehr als 250 neue Funktionen. Dabei übernimmt das Mac-System für Notebooks und Desktop-Computer etliche Bedienfunktionen vom Tablet-Computer iPad, etwa die Unterstützung von Multitouch-Gesten für Touchpad-Eingabegeräte und die Vollbildschirmdarstellung von Anwendungen. Neu ist auch eine als "Mission Control" bezeichnete Funktion für einen besseren Überblick zu allen geöffneten Programmen.

Mac OS X "Lion" soll zudem die Daten aller Anwendungen künftig automatisch speichern, um unbeabsichtigte Datenverluste zu vermeiden. Weltweit gebe es inzwischen mehr als 54 Millionen aktive Mac-Nutzer, sagte Schiller, und die Zuwachsraten seien Jahr für Jahr wesentlich größer als beim Windows-PC.

Apple-Vizepräsident Forstall stellte iOS 5 vor, eine neue Version der Software-Basis für das Mobiltelefon iPhone, das iPad und das Musikabspielgerät iPod touch. Zu den Neuerungen gehört die Darstellung von Push-Mitteilungen für Aktualisierungen, Statusmeldungen und andere Informationen einzelner Apps direkt auf dem Startbildschirm - mit dieser Fähigkeit glänzten bislang vor allem die mobilen Geräte mit dem konkurrierenden Google-System Android. Viele Funktionen, die bislang von Drittanbietern bereitgestellt wurden, werden jetzt ins Betriebssystem übernommen, etwa bei der Bearbeitung von Fotos. Für die vor allem bei Jugendlichen beliebte Chat-Kommunikation führt Apple nun einen eigenen Dienst mit der Bezeichnung iMessage ein.

Ein iPhone kann künftig auch ohne eine Verbindung zu einem PC aktiviert werden. Das neue System soll noch im Herbst auf den Markt kommen. Bisher seien 200 Millionen mobile Geräte mit iOS verkauft worden, darunter 25 Millionen iPads, sagte Forstall. Bei mobilen Systemen sei iOS mit einem Anteil von 44 Prozent weltweiter Marktführer. In weniger als drei Jahren seien 14 Milliarden Apps für die mobilen Geräte von Apple heruntergeladen worden. dpa