Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV „Let’s Dance“-Finale 2019: Benjamin Piwko ist schon jetzt „völlig überwältigt“
Nachrichten Medien & TV „Let’s Dance“-Finale 2019: Benjamin Piwko ist schon jetzt „völlig überwältigt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:14 13.06.2019
Haben es ins „Let’s Dance“-Finale geschafft: Der gehörlose Schauspieler Benjamin Piwko (r) und seine Tanzpartnerin Isabel Edvardsson. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
Köln

Showdown bei „Let’s Dance“: An diesem Freitag (20.15 Uhr) geht es für die Finalisten der zwölften Staffel der RTL-Tanzshow ein letztes Mal aufs Parkett. Dann müssen sich Pascal Hens, Ella Endlich und Benjamin Piwko mit ihren Tanzpartnern noch ein Mal beweisen und der Jury aus Tanzjuror Joachim Llambi, Tänzerin Motsi Mabuse sowie Choreograph und Model Jorge González stellen. Für einen der Kandidaten hat das Finale eine ganz besondere Bedeutung.

Lesen Sie auch:
Ella, Pommes oder Benjamin – Wer die größten Siegchancen hat

Benjamin Piwko: „Da bekomme ich Tränen in die Augen“

„Ich habe noch nie in meinem Leben getanzt“, erzählte Benjamin Piwko dem RedaktionsNetzwerk Deutschland bereits am Anfang der Tanzshow. Er ist der erste gehörlose Tänzer der Sendung. Der Schauspieler und Kampfkunst-Meister verlor im Alter von acht Monaten aufgrund einer Virusinfektion sein Gehör. „Ich sage immer – ich habe kein Handicap, ich kann nur nicht hören. Dafür kann ich andere Sachen besser“, sagt Piwko im RTL-Interview.

Let’s Dance“: Mit seinen Auftritten hat Piwko viele inspiriert

Mitleid will er nicht. Er will Mut geben. Mit seinen Auftritten bei „Let’s Dance“ hat er viele Zuschauer inspiriert, „Sachen zu machen, die sie eigentlich für unmöglich gehalten haben“. Auch der Blick auf Gehörlose habe sich laut Piwko bei vielen, die ihm geschrieben haben, verändert. Er nahm Berührungsängste und bekam dafür stehende Ovationen – und Gehörlosen-Applaus von den Zuschauern. „Da bekomme ich jedes Mal Tränen in die Augen, weil sie sich für einen Moment in meine Welt hereinversetzen“, sagt Piwko. „Sie zeigen mir, sie haben Interesse an mir und meiner Welt. Und das ist unglaublich schön.“

Benjamin Piwko: „Ich möchte Brücken bauen“

Überhaupt im Finale tanzen zu dürfen, davon ist Piwko schon jetzt „völlig überwältigt“. Und ein Sieg bei „Let’s Dance“? „Das wäre unglaublich.“ Piwko: „Ich möchte Brücken bauen zwischen der Gehörlosenwelt und den Hörenden.“ Dass er es so weit geschafft habe, ohne auch nur eine Note Musik zu hören, bedeute ihm sehr viel.

Auch der Deutsche Gehörlosen-Bund freut sich über PiwkosLet’s Dance“-Erfolg. „Ich finde, jeder gehörlose Mensch hat die Fähigkeit, einen Rhythmus zu erkennen und diesen dann in Bewegung umzusetzen“, erklärt Vizepräsidentin Elisabeth Kaufmann. Piwkos Tänze seien „eine einzige Ode an Ästhetik und Leidenschaft“.

Von RND/ali

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Laptop, Ultrabook, Convertible, Tablet mit Tastatur. Die Auswahl an Produkten wird immer größer. Das Passende in diesem Überangebot zu finden, ist nicht einfach. So gehen Sie am besten bei der Entscheidungsfindung vor.

13.06.2019

Ungewöhnliche Entscheidung von Google: Nachdem Gerüchte und Bilder des neuen Google-Smartphones aufgetaucht waren, hat der Konzern reagiert. Und selbst ein Foto veröffentlicht.

13.06.2019

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl nannte ihn einen scharfsichtigen Wegbegleiter Deutschlands und einen glühenden Verfechter der sozialen Marktwirtschaft. Am Pfingstmontag starb der ehemalige „FAZ“-Herausgeber Fritz Ullrich Fack. 37 Jahre lang hatte er der Zeitung angehört.

13.06.2019