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Medien & TV Lena Meyer-Landrut in der „NDR Talk Show“
Nachrichten Medien & TV Lena Meyer-Landrut in der „NDR Talk Show“
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15:19 08.05.2010
Von Wiebke Ramm
„Im Kopf bin ich zwölf“: Lena Meyer-Landrut war zu Gast in der „NDR Talk Show“. Quelle: dpa
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Während Littmann seine Freude kaum in Zaum halten konnte, gehört Fußball offenkundig nicht zu Lenas Lieblingsthemen – dem am Sonnabend anstehenden 96-Entscheidungsspiels zum Trotz. Lena: „Irgendwie habe ich nicht so eine große Verbindung dazu.“ Schulterzucken, Rehaugen-Blick. „Aber 6:1 haben sie gewonnen, weiß ich.“ Lächeln.

Lena kann auch Talk-Show, das hat sie am Freitag deutlich gemacht. Sie ist schlagfertig, verfügt über einen trockenen Humor, ist – man hörte es bereits zuvor hier und da – überaus charmant und behält doch immer die Zügel in der Hand. Mit dumpfen Fragen scheiterte Moderatorin Barbara Schöneberger Freitagabend ein ums andere Mal. So wollte Schöneberger wissen, wie groß denn der Anteil von Stefan Raab an Lenas Erfolg sei. Blöde Frage, dachte sich Lena und konterte: „Willst du jetzt die genaue Prozentzahl wissen?“

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Zwischendurch ließ sich Lena von Talk-Show-Gast, Schauspieler und Selbstdarsteller Reiner Schöne bewundern, sang ihren Eurovision-Song-Contest-Hit „Satellite“ und überraschte mit einem Geständnis: „Ich halte mich für eine grotten Sängerin.“ Soll heißen: eine besonders schlechte Sängerin. Hannover, Deutschland und hoffentlich Europa ist das wurscht. Hannover, Deutschland und hoffentlich Europa lieben sie trotzdem.

Zum Beispiel für Sätze wie folgende. Welche Bedeutung der Eurovision Song Contest für sie habe, fragte Schöneberger. Lena antwortete mit einer Geschichte. „Mein Leben ist eine Allee, und jedes Erlebnis ist ein Bäumchen“, sagte sie: „Und Oslo ist von vornherein schon immer ein großer Baum – aber letzlich auch nur ein Baum auf dem Weg.“ Kaum zu glauben, dass diese selbstbewusste, reflektierte junge Frau gerade einmal 18 Jahre alt ist. Doch selbst das lässt sie nicht gelten. „Im Kopf bin ich zwölf“, stellte sie klar.

„Der Himmel“, lästerte Harald Schmidt am Abend zuvor, habe uns Lena beschert: „Ein sympathisches scheues Reh, das sich rar macht in unseren Medien. In dieser Woche ganz bewusst nur 92 Fernsehauftritte, damit man nicht schon vor Oslo sagt: ,Bitte, einmal eine halbe Stunde ohne sie!“ Das Gegenteil ist der Fall. Die Menschen können nicht genug von ihr bekommen. Auch wenn sie kein 96-Fan ist.