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Medien & TV Judith Rakers über Schubladendenken und ihre Vorgängerin
Nachrichten Medien & TV Judith Rakers über Schubladendenken und ihre Vorgängerin
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11:56 02.09.2010
Judith Rakers gibt ihren Einstand bei “3nach9“. Quelle: dpa

Am Freitag ist Ihr erster Auftritt als offizielle Komoderatorin bei „3 nach 9“. Haben Sie schon Lampenfieber?

Judith Rakers: Ehrlich gesagt, langsam ja, ein bisschen. Ich würde es aber eher freudige Anspannung nennen.

Hatten Sie nach Ihrem ersten Gastspiel in der Sendung geahnt, dass Sie die neue Partnerin von Giovanni di Lorenzo werden würden?

Rakers: Es war schon sehr großer Zuspruch da. Man hätte es also ahnen können. Doch wie wir Frauen nun mal sind, hatte ich ich mich nicht so richtig getraut, es wirklich zu hoffen.

Giovanni di Lorenzo ist mittlerweile eine Talkshow-Institution. Glauben Sie, dass Sie neben ihm bestehen können?

Rakers: Irgendjemand muss es ja tun. (lacht) Und das bin jetzt eben ich. Giovanni hat ja auch mal angefangen – und da war er sogar jünger als ich. Ich sehe uns als gleichberechtigte Gastgeber, auch wenn er natürlich mehr Erfahrung hat als ich.

Sehen Sie selbst gern Talkshows?

Rakers: Ja, sehr gern. Ich habe da aber keine Vorbilder, hatte ich noch nie. Ich möchte einfach authentisch sein. Ich möchte niemanden spielen, der die Fragen stellt. Ich möchte jemand sein, der die Fragen stellt.

Die Fernsehzuschauer kennen Sie als äußerst seriöse, nüchterne „Tagesschau“-Sprecherin. Lernen wir nun eine ganz andere Judith Rakers kennen?

Rakers: Es gibt ja immer mehrere Facetten, die in uns schlummern. Auch ein Jan Hofer ist privat lockerer als in der „Tagesschau“. Ich freue mich einfach auf interessante Gespräche mit interessanten Gästen.

Haben Sie eine Liste mit Lieblingsgästen im Kopf?

Rakers: Ja, aber die ändert sich ständig. Zurzeit fände ich Sarrazin toll. Aber der ist ja schon ausgebucht. Ich bin aber in diesem Punkt von der Redaktion abhängig. Ich kann zwar Vorschläge einbringen – und tue das auch fleißig –, aber letztendlich entscheidet die Redaktion, wer eingeladen wird. Am Freitag ist das unter anderem Tom Jones – der seine neue CD promoten will. Dann haben wir Moritz Bleibtreu zu Gast, der im Film „Jud süß“ die Rolle des Goebbels spielt, was ich sehr spannend finde. Man muss immer schauen, wer interessant ist und ob die Gäste zusammenpassen.

Würden Sie sich freuen, wenn „3 nach 9“ wieder politischer wird?

Ich komme ja aus dem Bereich, darum finde ich politische Gäste natürlich interessant. Ich habe aber auch überhaupt gar kein Problem damit, Schauspieler oder Musiker zu befragen. In meiner Zeit beim Hörfunk habe ich das bereits gemacht.

Kennen Sie eigentlich Ihre Vorgängerin bei „3 nach 9“, Charlotte Roche?

Rakers: Nicht persönlich. Aber ich finde toll, was sie macht.

Einige Journalisten sehen in Ihnen ja geradezu eine Art braven Gegenentwurf zu Charlotte Roche....

Rakers: Seit den letzten Tagen weiß ich erst, wie klischeebeladen das deutsche Feuilleton ist. Es ist unglaublich, wie da in festen Schubladen gedacht wird. Ich glaube, dass Charlotte Roche und ich sehr viel mehr gemeinsam haben als uns trennt. Wir sind beide ungefähr gleich alt und verheiratet – leben also einen bürgerlichen Lebensentwurf. Wir sind sehr zielstrebige Frauen, die Herausforderungen nicht scheuen. Ich glaube, wenn wir uns mal treffen würden – wir würden uns gut verstehen.

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