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Medien & TV Hintergrund: Leistungsschutzrecht
Nachrichten Medien & TV Hintergrund: Leistungsschutzrecht
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12:11 29.08.2012
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Berlin

Suchmaschinen und gewerbliche Nachrichtenportale könnten dann in Zukunft zur Kasse gebeten werden, wenn sie diese Berichte aufnehmen. Damit wollen sich die deutschen Pressehäuser ihre Leistung bezahlen lassen - nämlich, dass sie mit einigem technischem Aufwand und Geld ihre Inhalte - für die Nutzer kostenlos - ins Netz stellen.

Bisher ist Online-Werbung nahezu die einzige Geldquelle der Verlage im Netz. Diese Erlöse reichen aber in den meisten Fällen nicht aus, um die Einnahmeverluste durch die nachlassenden Auflagen der gedruckten Blätter zu decken. Die Verleger hatten immer wieder - auch mit Unterstützung der schwarz-gelben Koalition - ein Ende der "Gratiskultur" im Netz gefordert.

Kritiker und Internet-Aktivisten befürchten, dass mit dem neuen Recht die Informationsfreiheit im Netz eingeschränkt wird. Das Leistungsschutzrecht drohe den Nachrichtenfluss empfindlich zu stören. Verleger stehe es ja frei, mit einem kleinen Griff zu verhindern, dass etwa Google ihre Inhalte in die eigene Datenbank aufnimmt. Auch könnten sie ihr Angebot hinter eine Bezahlschranke stellen.

Der Haken ist dabei, dass gerade die Suchmaschinen, die auf ihren Seiten mit kurzen Auszügen ("Snippets") auf die Artikel verweisen, Millionen Nutzer auf die Presse-Webseiten leiten. Sie tragen damit entscheidend zur Attraktivität der Online-Werbung bei.

dpa