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Medien & TV Hannovers „junge Ärzte“ legen los
Nachrichten Medien & TV Hannovers „junge Ärzte“ legen los
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23:30 22.08.2012
Von Michael Lange
JUNGE MHH-ÄRZTE VOR DER KAMERA; Diese angehenden Mediziner sind die Hauptdarsteller in der neuen Vox-Reportagereihe.
JUNGE MHH-ÄRZTE VOR DER KAMERA; Diese angehenden Mediziner sind die Hauptdarsteller in der neuen Vox-Reportagereihe. Quelle: VOX
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Hannover

Philipp Haas ist ständig auf Achse. Der angehende Unfallchirurg und Orthopäde von der Medizinischehn Hochschule Hannover hat Bereitschaft im Notdienst, ist mit dem Rettungswagen dauernd im Einsatz – mal bei einem kollabierten Zucker-Patienten, mal bei einer 90-Jährigen, die über Atemnot klagt. Das Besondere daran: Der 31-Jährige wird von einem Kamerateam begleitet – Haas ist einer der Hauptakteure in der neuen Reportage-Reihe „Die jungen Ärzte“, die ab übermorgen in fünf Teilen jeweils sonnabends um 22 Uhr bei Vox gesendet wird.

Eine weitere Besonderheit: Die Kölner Produktionsfirma Fandango („Mieten, kaufen, Wohnen“) hat sich nach einer anfangs bundesweiten Suche dafür entschieden, nur auf Nachwuchsärzte von der MHH zu setzen. Annähernd 650 Assistenzärzte gibt es an der MHH, von denen nach einem Casting schließlich zwölf für die Serie ausgewählt wurden.

Herausgekommen ist, wenig verwunderlich, eine Arztserie der besonderen Art: Mit den handelsüblichen Klischees räumen die künftigen Mediziner gründlich auf, bei ihnen geht es um den häufig stressigen Alltag in einer Klinik.

Philipp Haas ist dafür in der ersten Folge gleich ein gutes Beispiel. Seine Einsätze als Notarzt sind für ihn eine besondere Herausforderung. Als Assiszenzarzt habe man „immer noch einen Oerarzt oder einen erfahrenen Kollegen im Hintergrund“, sagt er. Im Notarztwagen sei das natürlich anders: „Da trifft man die Entscheidungen selber.“

Dass Haas neben seiner Notarzt- Bereitschaft auch noch Dienst auf der Station hat und zwischendrin kaum zeit zum Essen bleibt, ist offenkundig normal in seinem Job. Auch für Heike Labenski wird es anstrengend, zumindest mental: Die künftige Urologin führt erstmals als verantwortliche Operateurin eine aus medizinischen Gründen notwendige Beschneidung durch. Sie ist durchaus aufgeregt: „Ich bin eigentlich bei allem ziemlich nervös, was ich zum ersten Mal mache.“ Irgendwie ist auch das Misstrauen des 17-jährigen Patienten geweckt: „Machen Sie das zum ersten Mal?“

Die Serie offenbart Einblicke in den Klinikalltag, die etwa in „Grey‘a Anatomy“ nicht zu sehen sind – Einblicke in die Realität eben. Dazu gehört natürlich auch, dass junge Mediziner noch lernen müssen. „Mir fehlen noch einige Fertigkeiten und ein bisschen Erfahrung, um auch ein wirklich fertiger Arzt zu sein“, gibt der künftige Hämato-Onkologe Iyas Hamwi zu.

Ähnlich offen und unumwunden geben sich eigentlich Hamwis sämtliche Kolleginnen und Kollegen vor der kamera. Das macht sie nicht unsympathisch – und „die jungen Ärzte“ um so glaubwürdiger.

„Die jungen Ärzte“, ab 25. August, jeweils sonnabends, 22 Uhr.