Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Google+ erweitert sein soziales Netzwerk
Nachrichten Medien & TV Google+ erweitert sein soziales Netzwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:02 10.11.2011
Von Frerk Schenker
Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Seit dieser Woche dürfen auch Firmen und Institutionen Fanseiten bei Google+ anlegen. Denn bislang war das Netzwerk Privatpersonen vorbehalten. Viele Unternehmen hatten zwar bereits kurz nach dem Start von Google+ Fanseiten angelegt, diese wurden aber rigoros gelöscht. Auch den Trick, die Firmenseite unter dem Namen eines Mitarbeiters laufen zu lassen, unterband Google – und rief damit heftige Kritik bei Internetnutzern hervor.

Mit der Öffnung für Unternehmen, die offiziell noch ein Test ist, hofft Google auf steigende Mitgliederzahlen. Ab sofort könne sich jeder Nutzer nicht nur mit Freunden verbinden, „sondern mit all den Dingen, die ihm am Herzen liegen“, preist Google die Neuerung an. Wie den privaten Nutzern steht auch den gewerblichen und institutionellen Anwendern die Option offen, die Kontakte bei Google+ in verschiedene Kreise einzuteilen. So könnten Firmen zum Beispiel bestimmte Mitteilungen auf Google+ gezielt an Premiumkunden richten. Google ermutigte Unternehmen zudem, auf den eigenen Webseiten mit einem kleinen Logo oder einem Werbebanner für die Präsenz bei Google+ zu werben.

Anzeige

Ob es Google gelingt, zu einer Gefahr für Facebook zu werden? Das renommierte US-Internetmagazin „Slate.com“ glaubt nicht daran und schrieb bereits: „Google+ ist tot“. Die Fanseiten für Unternehmen kämen viel zu spät, zu wenige der 40 Millionen Nutzer seien aktiv. Und dass selbst die Google-Chefs nicht viele Nachrichten posten würden, sei ein mehr als schlechtes Zeichen. Und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ätzte gegen die Konkurrenz: Google versuche, „seine eigene kleine Version von Facebook zu bauen“, sagte er. Auch in der datenschutzkritischen Bloggerszene sind weiterhin viele nicht gut auf Google zu sprechen, weil das Unternehmen die Teilhabe an dem Netzwerk mit dem Klarnamen-Zwang verbindet. So gilt weiter: Wer unter einem Pseudonym schreibt, fliegt raus.

dpa