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Medien & TV Google bringt Spiel "Ingress" auch für Apples iOS heraus
Nachrichten Medien & TV Google bringt Spiel "Ingress" auch für Apples iOS heraus
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14:39 14.07.2014
Bei dem Smartphone-Spiel «Ingress» verschmelzen die reale und virtuelle Welt fast bruchlos.
Bei dem Smartphone-Spiel «Ingress» verschmelzen die reale und virtuelle Welt fast bruchlos. Quelle: Frank Leonhardt
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Berlin

h. Mit "Ingress" betritt Google Neuland. Zwei Gruppen von Nutzern treten dabei in der realen Welt gegeneinander an.

Mehr als vier Millionen Spieler sollen seit dem Start 2012 das Spiel bereits heruntergeladen haben. "Uns geht es darum, das Computerspiel-Business zu erneuern", sagte Erfinder John Hanke in einem Interview mit der Fachzeitschrift "c't".

In der Rahmenhandlung geht es um neuartige Energieformen. In die Umgebung jedes Spielers, dessen Smartphone mit Hilfe von Geo-Lokalisierungstechnologie geortet wird, werden virtuelle Bestandteile integriert. So werden zum Beispiel Parks, Plätze oder historische Bauwerke zu "Portalen", die eingenommen und verteidigt werden sollen.

Für Google ist das Spiel vor allem ein Testballon, um neue Geschäftsmodelle für standortgebundene Werbung zu erkunden, erklärte "Ingress"-Erfinder und Ex-Google-Mitarbeiter Hanke in dem Interview.

Für die Finanzierung habe Niantic Labs in Europa zum Beispiel mit Vodafone zusammengearbeitet, um Alternativen zu dem Geschäftsmodell "Free-to-Play" zu entwickeln. Denn die Entwicklung von Dingen, für die die Spieler dann Geld bezahlen müssen, mache "in puncto Spieldesign große Probleme", sagte Hanke.

Für Entwickler wollen die "Ingress"-Macher auch eine Schnittstelle (API) veröffentlichen, mit deren Hilfe andere Designer zusätzliche Dinge und Funktionen für das Spiel programmieren können.

Über den Erfolg des Spiels zeigte sich Hanke im Gespräch mit der "c't" selbst überrascht. "Fernab von Ingress-Hochzeiten - die es auch schon gab - habe ich mich darüber gewundert, wie wichtig das Spiel für viele Menschen ist", sagte Hanke. Spieler würden sogar nur für Ingress in andere Länder reisen.

dpa