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13:05 13.02.2009
Alle wollen mitmachen: Bewerberinnen fürs Klum-Casting
Alle wollen mitmachen: Bewerberinnen fürs Klum-Casting Quelle: ddp
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Gerade hatte die 19-Jährige einen schwerwiegenden Vorwurf gegen eine Konkurrentin geäußert: Kopie ihres Looks! Schon Minuten nach dem Start der vierten Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ wurde mit Tessa eine Kandidatin präsentiert, die das garantiert, was traditionell zu den Erfolgsrezepten der ProSieben-Castingshow gehört:

Zickenkrieg. „Ich will das schaffen, da sind mir fast alle Mittelchen recht“, lautet die Devise von Tessa. Der Sprung in die nächste Runde war ihr damit garantiert. Die Macher der Sendung können sich indes mit 3,92 Millionen Zuschauern über den bislang besten Staffelstart freuen, obwohl dieser insgesamt zäh und zu langatmig ausfiel.

Die erste von insgesamt 16 Folgen widmete sich am Donnerstagabend dem offenen Casting in Düsseldorf - eine Neuheit. Während die Vorauswahl der Kandidatinnen zuvor komplett hinter den Kulissen stattgefunden hatte, wollte die Jury diesmal „in die Masse“ gehen, wie Klum es nannte. Rund 1100 Mädchen, die vom Drill unter Heidi und ihren Jury-Kollegen Peyman Amin und Rolf Scheider träumen, versammelten sich in Düsseldorf.

Am Anfang stand wie immer die Huldigung der Gastgeberin: „Heidi, Heidi“-Sprechchöre wurden angestimmt, während die 35-Jährige per Rolltreppe von oben herab schwebte und das Bad in der Menge nahm. Auch ein wenig Übertreibung gehört dazu: Mit der Show sei für die ersten drei Gewinnerinnen Lena, Barbara und Jenny „der Grundstein für eine kometenhafte Modelkarriere gelegt worden“, ließ der Sender verlautbaren.

Über das genaue Procedere beim Aussieben der Bewerberinnen war sich auch die Jury zunächst nicht sicher. Anfangs versuchte man es mit einem „Picking“: Jeweils fünf Mädchen wurden von Klum per Hand herausgepickt und dann auf dem Laufsteg unter die Lupe genommen. Als sich die drei darüber klar wurden, dass man mit dieser Methode noch Tage beschäftigt wäre, ging es im Schnelldurchlauf weiter. Nacheinander wurden alle Beberwerinnen einmal über den Catwalk geschickt. Wer dabei nicht angehalten und zur Seite genommen wurde, konnte die Heimreise antreten. Die ersten Tränen flossen: „Das ist mein Leben, das ist alles für mich“, klagte eine Ausgeschiedene.

„Zwischen Balla-Balla-Schau und Karneval“ kommentierte Rolf, der nach wie vor mit einer Mischung aus Kölschem Dialekt und französischem Akzent spricht, die Schau. Eine Brasilianierin versuchte es im Mini-Stewardess-Kleid, eine andere mit Cowboyhut, die Dritte mit knallroten Ohrwärmern. Peyman unterstrich dabei sein Image als Fiesling der Sendung: „Bei der ist ja alles falsch“ oder: „Wenn ihr die weiter lasst, bin ich weg“, raunte er hinter vorgehaltener Hand den Jury-Kollegen zu.

Zur „Balla-Balla-Schau“ trug allerdings auch Rolf bei, der von sich behauptet, die Kandidatinnen in 20 Sekunden „scannen“ zu können - inklusive „caractère“. Mal knutschte er eine verblüffte Bewerberin nieder, mal forderte der Castingdirektor spontane Werbe-Auftritte ein: „Verkauf mir einen Flug nach Brasilien.“

Tessa beobachtete all das von einer Brüstung und lieferte den fiesen Kommentar: „Die eine eiert rum, die eine wackelt mit dem Ärschchen und die eine läuft total übertrieben. Da musste Heidi mal eingreifen“, betonte die 19-Jährige. Auch mit ihrer Ruhe war es allerdings vorbei, als sie ein Mädchen in der Masse ausmachte, „die so aussah wie ich!“ „Ich hätte die am liebsten in Stücke gerissen“, verkündete Tessa. Die Beschuldigte war die 21-jährige Ira, die Tessa tatsächlich ähnlich sieht und diese auch flüchtig kennt. Ihre Frisur trägt sie aber bereits seit drei Jahren als Bob. Sie habe dies sicher nicht bei Tessa kopiert, versicherte Ira leicht genervt.

In der mehr als zweistündigen Auftaktfolge blieb vor allem eine weitere Kandidatin in Erinnerung: Marina mit den falschen Brüsten. Peyman kam der 24-jährigen schnell auf die Schliche. „Peyman ist so richtig fixiert auf die falschen Brüste“, staunte Rolf. Marina kam trotzdem eine Runde weiter, ebenso wie Tessa, Ira, Jessica mit der süßen Zahnlücke und elf weitere Kandidatinnen.

Sicher ist allerdings schon jetzt, dass sie alle keinen Vertrag bei der renommierten Modelagentur IMG bekommen werden. Aus der Liste der Gewinne ist der Vertrag gestrichen worden. Schon durch die Teilnahme an der Show sei die Popularität der Gewinnerin so groß, dass der Vertrag nicht mehr so wichtig sei, ist dazu von ProSieben zu hören. ddp

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