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Medien & TV "Gears of War 3" ist ein brutaler, brachialer Shooter
Nachrichten Medien & TV "Gears of War 3" ist ein brutaler, brachialer Shooter
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12:49 01.10.2011
"Gears of War 3" ist ein brutaler und brachialer Shooter. Quelle: Screenshot
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Dass „Gears of War 3“ in Deutschland erscheint, ist ein Wunder. Der erste Teil der Trilogie wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) wegen der heftigen Gewaltdarstellung indiziert: In dem Third-Person-Shooter spritzt nicht nur literweise Pixel-Blut – besonders das Kettensägenbajonett am Maschinengewehr, mit dem die Hauptfigur Marcus Fenix seine alienartigen, aber doch menschenähnlichen Gegner zerteilen konnte, schien der BPjM keine andere Wahl als die Indizierung zu lassen.

Dennoch hatte „das Spiel mit der Kettensäge“ in Deutschland wegen der fulminanten Action eine recht große Fangemeinde. Nachdem der Publisher Microsoft den zweiten Teil der Serie gar nicht erst prüfen ließ, hat „Gears of War 3“ – zur Überraschung des Entwicklers und der Fans – eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

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Das ist insofern verwunderlich, da sich am Spielprinzip und auch am Gewaltgrad wenig geändert hat: Der muskelbepackte Macho Fenix ballert sich mit seinem „Gears“-Team in dem Third-Person-Shooter immer noch durch Horden von Aliens. Die Kettensäge und das Pixel-Blut sind auch im dritten Teil dabei – allerdings gibt es diesmal einen neuen Hauptgegner, die Lambent. Diese außerirdischen Tentakelwesen sind Mutationen der vorigen Gegner, der Locust. Da der neue Hauptgegner im Gegensatz jedoch sehr „menschenunähnlich“ ist, sind „die Voraussetzungen für eine Indizierung nicht erfüllt“, wie die BPjM in ihrer Begründung schreibt.

Also kommen Actionfans und Besitzer einer Xbox360 nun auch in Deutschland mit dem Actionreißer in Berührung, der vollgestopft ist mit Testosteron, Waffen, Muskeln, Machos und bombastisch inszenierter Action. „Gears of War 3“ ist innerhalb von zehn Tagen nach Erscheinen weltweit drei Millionen mal über den Ladentisch gegangen und hat in der Fachpresse fast durchweg Bestwertungen erhalten.

"Gears of War 3" bietet Shooter-Action nahe der Perfektion

Im letzten Teil der Trilogie muss Marcus Fenix seinen für tot gehaltenen Vater finden, der sich in den Händen der Lambent befindet. Der Wissenschaftler soll ein Mittel gegen die Aliens haben, die den Planeten Sera in Schutt und Asche legen. Fenix macht sich mit seinem Team auf in die brutal inszenierte Schlacht, die Third-Person-Action nahe der Perfektion bietet. Das Vorgehen ist dabei zumeist recht ähnlich: Nach einer Zwischensequenz oder einem Dialog erkundet das Team die Gegend und setzt sich in intensiven Schießereien gegen die Aliens zur Wehr. Besonderes Merkmal der Serie ist, neben der hervorragenden Grafik- und Soundkulisse, das Deckungssystem: Anstatt wild durch die Gegend zu rennen, verschanzen sich Fenix und Co. hinter allem, was halbwegs Schutz bietet, um danach das Feuer zu eröffnen.

Im Laufe der etwa zehnstündigen Kampagne kommt die Abwechslung zwar trotz Fahrzeugsequenzen und eines Rollenwechsels etwas kurz. Angesichts der packend inszenierten Kämpfe wird das jedoch nebensächlich: Die Lambent greifen in Massen mit Tentakeln und Schleimbällen an, Explosionen lassen den Bildschirm erschüttern, ein gigantisches Alien bringt eine Brücke zum Einsturz, und Fenix kämpft im Mech wie in dem Film „Aliens“ gegen einen Bossgegner – mehr Action geht kaum, könnte man meinen.

Doch dann gibt es noch den Multiplayermodus. Neben den üblichen Wettbewerbsmodi wie Deathmatch können auch bis zu vier Spieler zusammen die Kampagne bestreiten, im verbesserten „Horde 2.0“-Modus stetig anrollenden Gegnerwellen widerstehen oder im neuen „Beast“-Modus in die Rolle der Aliens schlüpfen. Für erwachsene, nicht zart besaitete Actionfans ist „Gears of War 3“ damit ein Pflichtkauf.

„Gears of War 3“ gibt es die Xbox360. Es ist ab 18 Jahren freigegeben und kostet etwa 50 Euro.

jhf

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