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Nachrichten Medien & TV Facebook fällt auf neues Allzeittief
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17:05 16.08.2012
Wervoll oder nicht? Für Facebook schlägt die Stunde der Wahrheit.
Wervoll oder nicht? Für Facebook schlägt die Stunde der Wahrheit. Quelle: Peter Da Silva/Archiv
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New York

Am Morgen war eine erste Haltefrist ausgelaufen, die Alteigentümer davon abgehalten hatte, den Markt mit ihren Anteilsscheinen zu überschwemmen. Unklar war allerdings, ob sich nun tatsächlich Investoren der ersten Stunde wie der deutschstämmige Peter Thiel von weiteren Anteilen getrennt haben. Die Zahl der gehandelten Aktien lag jedenfalls deutlich über dem Durchschnitt.

Insgesamt könnten bis zu 271 Millionen zusätzliche Aktien auf den Markt drängen. Das ist eine beträchtliche Anzahl: Beim Börsengang selbst waren im Mai 421 Millionen Aktien verkauft worden. Schon am zweiten Handelstag war der Kurs mangels Nachfrage eingebrochen. Ein Anleger, der das Papier zum Ausgabekurs von 38 Dollar kaufte, hat inzwischen fast die Hälfte seines Einsatzes verloren.

Interessant ist die aktuelle Entwicklung vor allem deshalb, weil viele Alteigentümer im Verwaltungsrat von Facebook sitzen, dem höchsten Firmengremium. Sie haben damit Einblick in den Geschäftsverlauf und die Zukunftsplanungen des weltgrößten Online-Netzwerks. Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg darf allerdings zunächst keine weiteren Aktien verkaufen.

Das Facebook-Geschäftsmodell wurde zuletzt immer wieder hinterfragt. Vor allem erwies sich als Problem, dass immer mehr Nutzer mit ihren Smartphones auf Facebook zugreifen - auf den kleinen Bildschirmen lässt sich aber kaum Werbung unterbringen. Und Anzeigen sind die Haupteinnahmequelle von Facebook. Von den 955 Millionen Nutzern kommunizieren inzwischen 543 Millionen mobil mit ihren Freunden und Bekannten auf Facebook.

Auch andere Börsenneulinge aus der Internet-Welt haben derzeit kein Glück. So fielen die zu 20 Dollar ausgegebenen Aktien des Rabattportals Groupon am Donnerstag erstmals unter 5 Dollar, nachdem sich das Wachstum stark abgebremst hatte. Aktien des Spiele-Anbieters und engen Facebook-Partners Zynga sind von einst 10 Dollar auf unter 3 Dollar gefallen, weil hohe Verluste aufgelaufen sind. Zu den erfolgreicheren Börsendebütanten gehört das berufliche Netzwerk LinkedIn.

dpa