Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV DuMont übernimmt Montgomery-Blätter
Nachrichten Medien & TV DuMont übernimmt Montgomery-Blätter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:31 13.01.2009
Anzeige

Der Verkauf werde noch im ersten Quartal abgeschlossen werden, teilte Mecom am Dienstagmorgen mit. Damit werden die „Berliner Zeitung“, der „Berliner Kurier“, die „Hamburger Morgenpost“ sowie zehn Internet-Websites wie die „Netzeitung“ nicht länger mehr zum Medienimperium des Unternehmers David Montgomery gehören. Die Kölner DuMont-Schauberg-Gruppe gibt bereits die „Frankfurter Rundschau“, den „Kölner Stadtanzeiger“ und den „Express“ heraus.

Laut Mecom haben die deutschen Medien der Gruppe täglich eine Million Leser. Der Verkaufserlös solle dazu eingesetzt werden, die Schulden der Gruppe deutlich zu reduzieren, hieß es in der Mitteilung.

Ver.di spricht von „verlegerischem Bankrott“ Montgomerys


Die Gewerkschaft ver.di erklärte, der Verkauf besiegele den „verlegerischen Bankrott“ des Finanzinvestors Montgomery. Es sei nur zu begrüßen, „dass ein profitables Unternehmen den Abenteuern der Finanzmärkte entzogen wird“, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann. Brachiale Sparpläne, die sämtliche Verlagsbereiche substanziell gefährdet hätten, seien nicht der wirtschaftlichen Lage des Verlages, sondern der Finanzierungsnot des internationalen Konsortiums geschuldet gewesen.

„Es waren die Beschäftigten, die durch ihren Widerstand bislang das Schlimmste verhindert haben“, betonte Dieckmann und verwies auf die langjährigen Auseinandersetzungen um Beschäftigungssicherung und publizistische Unabhängigkeit in der deutschen Mecom-Gruppe. Für die Beschäftigten und die Redaktionen komme es jetzt darauf an, Qualität und Beschäftigung durch weitgehende Eigenständigkeit der Zeitungen zu sichern.