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Medien & TV "Dein Song"-Moderatorin Johanna Klum über alte Hasen und junge Talente
Nachrichten Medien & TV "Dein Song"-Moderatorin Johanna Klum über alte Hasen und junge Talente
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21:02 15.03.2012
Von Stefan Gohlisch
Schön und erfolgreich: Johanna Klum
Schön und erfolgreich: Johanna Klum
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Hannover

Sie arbeiten in „Dein Song“ auf der einen Seite mit Kindern und Jugendlichen, auf der anderen mit Vollprofis zusammen. Wer ist netter, wer anstrengender?
Das kann man nicht so sagen. Bei den Kindern weiß man auf jeden Fall immer, woran man ist. Wenn die mal schlechte Laune haben oder traurig sind, gilt es, das aufzufangen. Aber es macht viel Spaß mit ihnen. Und die Vollprofis sind auch wahnsinnig nett. Viele kenne ich ja, zum Beispiel aus meiner Zeit bei MTV.

Eine Atmosphäre wie beim Dreh in Ibiza hilft bestimmt ...
Ibiza war für die Kids natürlich total schön. Auch wenn sie da hart an ihren Songs gearbeitet haben, sah man sie doch immer wieder ins Meer springen oder abends zusammensitzen. Mir persönlich geht ja auch das Herz auf, wenn ich meinen Kopf mal in die Sonne halten kann.

2009 saßen Sie noch in der Jury; jetzt moderieren Sie die Sendung. Wie kams?
In beiden Fällen: Man hat mich einfach gefragt. Man hat mir damals, als es um die Jury ging, das Konzept der Sendung erklärt, und ich habe gesagt: „Ich bin dabei.“ Ich finde es super – auch wenn es manchmal hart ist: Manchmal muss man eben auch sagen: „Heute ist dein Traum zu Ende.“ Die Kids geben einem ihre Träume in die Hand. Damit muss man behutsam umgehen.

Jetzt wurde bekannt, dass RTL eine Kinder-Version von „Deutschland sucht den Superstar“ mit Dieter Bohlen plant. Ihre Meinung dazu?
Puh (zögert). Egal wer ein solches Format mit Kindern plant, sollte auf jeden Fall wissen, was für tolle, sensible junge Talente das sind, denen man mit viel Sorgfalt und Mitgefühl begegnen muss. Wenn ich Bohlen und Kindersendung höre, denke ich persönlich erst einmal: schwierig ...

„Dein Song“ wirkt wie ein Gegenentwurf zu den gängigen Castingshows. Ihre Einschätzung?
Uns geht es nicht darum, irgendwelche Leute zu finden, die sich in möglichst knappen Textilien bei Playback auf einer Bühne bewegen. Wir suchen musikalische Talente, die Lieder schreiben und das vielleicht noch in 40, 50 Jahren tun. Anders gesagt: Wir suchen nicht die nächste Britney Spears, sondern den Erfolgsproduzenten hinter der nächsten Britney Spears.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Bürger Lars Dietrich?
Super, Lars ist toll, wir haben sehr viel Spaß. Ich bilde mir ein, das sieht man auch. Was aber auch ganz wichtig ist: Ich habe inzwischen seinen „Mute“-Knopf gefunden; ich weiß, wie man ihn stumm schaltet. Das ist nach einem Zwölf-Stunden-Drehtag auch ganz wichtig (lacht).

Haben Sie Favoriten unter den Kandidaten?
 Natürlich, ich bin doch nicht objektiv. Aber genauso natürlich werde ich das nie verraten.

Gibt es Lieblingsmomente in der Sendung?
Die Paten-Drehs. Wenn unsere Kandidaten noch keine Ahnung haben, mit welchen Profis sie zusammenarbeiten werden, und bangen und hoffen. In vielen Fällen findet unser Musik-Team ganz tolle, unerwartete Kombinationen; das ist immer spannend. Und ich freue mich auf die Live-Show: Wir sind beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wir proben sogar. Das kenne ich gar nicht. Beim Musikfernsehen war es eher so: „Da steht 50 Cent. Jetzt leg‘ mal los.“

Wie entspannen Sie? Mit der Wii, wie in der Werbung?
Ich liebe meine Couch. Das ist ein sehr inniges Verhältnis. Ich liebe es, auf ihr zu liegen und zu lesen und meine Mädels zu Besuch zu haben, Kaffee zu trinken und zu quatschen. Aber manchmal spielen wir auch Wii. Das macht mir auch Spaß.

Sie wollten mal Schauspielerin werden. Ist das immer noch eine Option, falls Sie irgendwann mal keine Lust mehr auf Moderation haben?
Ich liebe es auf jeden Fall zu spielen. Ich freue mich immer über spannende Angebote. Ich finden ja auch, dass man, obwohl das viele in Deutschland wohl anders sehen, mehr als ein Talent haben darf. Gucken wir mal.

 www.johannaklum.de