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Medien & TV Datenschützer stellt Google Street View ein Ultimatum
Nachrichten Medien & TV Datenschützer stellt Google Street View ein Ultimatum
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14:30 18.05.2009
Fahrender Spion: Ein Fahrzeug von Google Street View fotografiert ganze Straßenzüge.
Fahrender Spion: Ein Fahrzeug von Google Street View fotografiert ganze Straßenzüge.
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Er habe sowohl die Google Germany GmbH als auch die Google Inc. mit Sitz in den USA in einem Schreiben aufgefordert, bis kommenden Mittwoch (20. Mai, 10.00 Uhr) den Datenschutz schriftlich zu garantieren, teilte Caspar am Montag mit. Sollte dies nicht geschehen, dürfe Google das Projekt Street View in Hamburg nicht mehr fortsetzen.

Neben genauen Landkarten bei Google-Maps sollen Verbraucher sich bei Google Street View künftig auch einzelne Straßenzüge in Bildform ansehen können. Erste Aufnahmen wurden bereits in deutschen Großstädten gemacht. Dabei fahren Autos mit Kameras durch die Stadt, um jedes einzelne Haus und jede Straße zu erfassen und anschließend ins Internet zu stellen.

Street View war laut Caspar von Anfang an an die Einhaltung der Rahmenbedingungen für den Schutz persönlicher Daten geknüpft. Das betreffe insbesondere eine wirksame Unkenntlichmachung der Gesichter der Passanten bereits in den aufgenommenen Rohdaten. Ferner sei die Löschung von Häuseransichten nach Widerspruch - auch in den Rohdaten - erforderlich.

„Bis heute liegen zu diesen und weiteren Fragen keine verbindlichen Zusagen durch Google vor. Google hat es in der Hand, schriftlich zu garantieren, dass die von uns geforderten Voraussetzungen eingehalten werden“, betonte der Hamburgs Datenschutzbeauftragte. Sollte es keine schriftliche Zusage geben, sei die Fortführung der Kamerafahrten datenschutzrechtlich nicht mehr zu vertreten. ddp