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Medien & TV Becker vs. Pocher: Bis einer heult
Nachrichten Medien & TV Becker vs. Pocher: Bis einer heult
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18:45 18.10.2013
Von Michael Lange
Doppelfehler: Boris Becker und Oliver Pocher verbindet eine Hassliebe.
Doppelfehler: Boris Becker und Oliver Pocher verbindet eine Hassliebe. Quelle: dpa
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Köln

Zum Showdown soll es nun am 25. Oktober kommen, dann versendet RTL die Pocher-Show „Alle auf den Kleinen“. Sollte es zu Handgreiflichkeiten oder Waffengebrauch während der kriegerischen Handlungen kommen, erfährt die Öffentlichkeit schon vorher davon. Das historische Aufeinandertreffen wird bereits Dienstag aufgezeichnet.

Aber Gipfel? Halten die Kontrahenten ihr bisheriges Niveau während ihres „Tweefs“ genannten Twitter-Zoffs, könnte, in Tiefenmetern gemessen, sogar das Death Valley unterboten werden. Pocher war auf Twitter ja schwer in Wallung geraten, weil Becker in seinem sogenannten Buch unvorteilhafte Behauptungen über Pochers Noch-Ehefrau Alessandra Pocher in die Welt gesetzt hatte, die ehedem als „Sandy“ die Frau an der Seite von Becker war. Pocher deutete Alkohol-, Drogen- und Finanzprobleme bei Becker an, und brüllte ihn schriftlich an: „Leg dich nicht mit einem POCHER an!“ Was ihn nicht davon abhielt, seinen Intimfeind via Twitter für seine bisherigen Quotenflop auf RTL zu ködern: „Bist hiermit offiziell zu ALLE AUF DEN KLEINEN eingeladen!! Gibt Kohle, Aufmerksamkeit und einen FAIREN Wettkampf! Call me!“, baggerte er Becker an.

Kohle und Aufmerksamkeit - zwei Begriffe, denen der einstige Tennis-Weltstar nicht widerstehen konnte. Nach Bild-Informationen reichten nur zwei Verhandlungsrunden zwischen Becker- und Pocher-Unterhändlern, um den Deal perfekt zu machen, Becker soll für seine Auftritt eine sechsstellige Summe einstreichen. Mit dabei auch die liebreizende Lilliy Becker, die immer hinter ihrem Mann steht,. Auch, als es gegen Pocher ging, lieferte sie via Twitter einen Fotobeitrag, der vor allem durch das Wort „Motherfucker“ ins Auge sprang. Ob die von Becker beleidigte Alessandra, Mutter der drei Pocher-Kinder, ihrem künftigen Ex (also Pocher) wie sonst in der Sendung assistiert, scheint noch offen. Obacht: Da lauert womöglich im Hintergrund noch ein lebhaftes Damenduell.

Ganz wichtig: Mit schnöder Selbstvermarktung der Beteiligten hat das Ganze nichts zu tun: „Der sogenannte ‘Tweef’ war zuerst da!! Das Angebot zu Alle auf den Kleinen kam SPONTAN!! Diese Show wird für Boris DEFINITIV kein PR-GAG!“, blökte Pocher gestern in die Digitalwelt hinaus. Und ebenso wichtig: Beide Parteien legen keinen Wert auf Schonung, es wird draufgekloppt, bis einer heult. Für Becker ist der „Ausgang der TV-Show völlig offen. Bei bestehenden Emotionen können wir für nichts garantieren…“

Das ist bei bestehenden Emotionen eben nicht anders als bei bestehenden Verdauungsbeschwerden. Weswegen der medial ebenfalls schwer gewiefte Pocher auch noch schnell einen bedrohlichen Furz fahren lässt: „Für Familie Becker wird das ihr härtestes Auswärtsspiel. Game, Set and Match Pocher!“

Gott, sind wir gespannt.