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Medien & TV ARD und PRO7 suchen auch 2011 den Grand-Prix-Star
Nachrichten Medien & TV ARD und PRO7 suchen auch 2011 den Grand-Prix-Star
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19:56 20.05.2010
Von Imre Grimm
Erfolg hat viele Väter: Die glückliche Siegerin Lena (Mitte) mit PRO7-Chef Andreas Bartl, ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber, Stefan Raab und ARD-Programmdirektor Volker Herres (von links) nach ihrem Erfolg bei „Unser Star für Oslo“ am 12. März in Köln. Quelle: ARD
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ARD und PRO7 suchen auch 2011 den deutschen Grand-Prix-Star. Das gaben die Sender am Donnerstag bekannt. „Endlich mal eine Koalition, die hält, was sie verspricht“, sagte Raab in Köln. „Ein kleiner Schritt für die beiden Sender, aber ein großer für Deutschland.“

Das öffentlich-rechtlich-private Joint Venture „Unser Star für Oslo“, aus dem Lena mit „Satellite“ als Siegerin hervorgegangen war, war das erste seiner Art – und hatte in den ARD-Gremien echte Bedenken ausgelöst. NDR-Intendant Lutz Marmor warb im Herbst 2009 hausintern zäh für die Kooperation mit Raab und setzte sich durch. „Das war natürlich nicht ohne Risiko“, hieß es beim NDR.

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Es ist gutgegangen. Der nationale Siegeszug der 18-jährigen Hannoveranerin, in dieser Dimension kaum abzusehen, hat ihre Entdecker derart beflügelt, dass sie schon zehn Tage vor dem Finale des Eurovision Song Contest in Oslo eine Neuauflage der Castingreihe „Unser Star für ...“ für 2011 versprachen. Denn unabhängig von Lenas Abschneiden in Oslo könnte der bisherige Erfolg kaum größer sein: Eine Welle der medialen Erregung schwappt durchs Land und sorgte für drei Top-Fünf-Hits, ein Top-Eins-Album, einen bis zum Überdruss gespielter Radiohit und ungezählte Lena-Berichte, die eine sich selbst befeuernde PR-Maschinerie im Gang halten, die Millionen gekostet hätte. Alles dank einer Kandidatin, deren Knuddelfaktor knapp an den Eisbären Knut heranreicht. Auch ein mittelmäßiger Platz wird ihr eine solide Karriere wohl kaum verbauen – ob sie der ungeliebten Favoritenrolle nun gerecht wird oder nicht.

„Die Kooperation ist unabhängig vom Erfolg in Oslo ein so großer Erfolg, dass sich die Fortsetzung lohnt“, sagte NDR-Intendant Marmor gestern. „Anders als der DFB machen wir schon vor der Meisterschaft klar, wie es weitergeht.“ Andreas Bartl, TV-Vorstand der ProSiebenSAT.1 Group, pflichtete ihm bei und lobte seinen wichtigsten Star über den grünen Klee: „Stefan Raab hat wieder einmal gezeigt, dass er der innovativste Fernsehmacher dieser Zeit ist. Wir werden auch 2011 beweisen, dass man mit Qualität Menschen begeistern kann.“

Die Quoten der ersten von insgesamt acht Folgen von „Unser Star für Oslo“ hätten die ARD auf Dauer wohl kaum befriedigt, lagen mit rund 15 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern für den Privatsender PRO7 aber über dem Schnitt. Das Finale sahen 4,5 Millionen Zuschauer in der ARD – ein sehr guter Wert.

Noch ist offen, ob wieder die talentierte ARD-Neuentdeckung Sabine Heinrich und PRO7-Mann Matthias Opdenhövel als Moderatorenduo durch die Show führen. Beide Sender diskutieren derzeit, welche Stellschrauben am Konzept verändert werden sollen. Manchem erschienen acht TV-Shows doch etwas üppig. Auch das komplizierte Prozedere zur Songauswahl im Finale stieß auf Kritik. Lena selbst wird am Freitag nach Oslo fliegen. Am Sonnabend um 17.30 Uhr steht ihre erste Probe in der Telenor-Arena in Oslo auf dem Programm.

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