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Medien & TV 30 Ausbrüche an jedem Tag – „Terra X“ zeigt die Erde als „Planet der Vulkane“
Nachrichten Medien & TV 30 Ausbrüche an jedem Tag – „Terra X“ zeigt die Erde als „Planet der Vulkane“
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15:33 10.07.2019
Plötzlich Lava: Der Vulkan Stromboli brach am 3. Juli unerwartet aus. Quelle: action press
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Berlin

Erst Anfang Juli versetzte der Stromboli Touristen und Anwohner in Angst und Schrecken. Asche verdunkelte den Himmel, es regnete Lavabrocken nach zwei Explosionen an dem Vulkan auf der gleichnamigen kleinen Insel vor der sizilianischen Küste. Dabei war der Vorfall eher überschaubar.

Rund 30 Ausbrüche finden täglich rund um den Globus statt

Vulkane haben die Evolution entscheidend mitbestimmt und auch das Aussehen der Erde. Rund 30 Ausbrüche gibt es jeden Tag rund um den Globus. Der deutsche Vulkanologe Boris Behncke arbeitet am Institut für Geophysik in Catania in Sizilien.

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Behncke und seine Kollegen behalten den dortigen Ätna ständig im Blick. Der Vulkanologe ist nur einer der Protagonisten in dem Dokumentarfilm „Planet der Vulkane“ von Alex Ranken, den das ZDF in seiner „Terra X“-Reihe am Sonntag, 14. Juli, um 19.30 Uhr zeigt.

Das Filmteam war an drei Schauplätzen von Vulkantätigkeit

Ranken und sein Filmteam waren an drei Schauplätzen ungewöhnlicher Vulkantätigkeit: neben Sizilien auch auf Hawaii, wo der aktivste Vulkan der Inselgruppe, der Kilauea, im Frühsommer 2018 einen gewaltigen Ausbruch hatte. Schauplatz Nummer drei ist der Marum-Krater auf dem vulkanischen Eiland Ambrym im Südpazifik, der zum Inselstaat Vanuatu gehört.

Im Vulkankrater gibt es einen Lavasee, rund 1200 Grad Celsius heiß, aus dem immer wieder über 30 Meter hohe Lavafontänen hochgeschleudert werden. Jens Kallmeyer vom Geoforschungszentrum Potsdam interessiert, ob und wenn ja welche Formen von Leben in der Nähe des Lavasees vorkommen.

Mit seinem Kollegen Jeffrey Marlow von der Harvard University wagt er den Abstieg. Die Steilwand ist 400 Meter hoch, giftige Gase sind im Krater keine Seltenheit. Sie nehmen Proben und – finden tatsächlich Mikroorganismen.

Von Andreas Heimann