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Medien & TV 24: Sutherland will in Europa drehen
Nachrichten Medien & TV 24: Sutherland will in Europa drehen
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16:19 20.01.2009
Die Schauspieler Annie Wersching und Kiefer Sutherland posieren beim Photocall zum Sendestart der siebten Staffel der US-Fernsehserie “24“. Die Fernsehserie wurde insgesamt 57 Mal fuer den US-amerikanischen Fernsehpreis Emmy nominiert
Die Schauspieler Annie Wersching und Kiefer Sutherland posieren beim Photocall zum Sendestart der siebten Staffel der US-Fernsehserie “24“. Die Fernsehserie wurde insgesamt 57 Mal fuer den US-amerikanischen Fernsehpreis Emmy nominiert Quelle: ddp
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Hollywoodschauspieler Kiefer Sutherland würde als Agent Jack Bauer mit der Erfolgsserie “24“ gerne auch einmal von Europa aus Terroristen bekämpfen. Er habe mit dem Regisseur und Produzenten Jon Cassar über diese Idee bereits gesprochen, sagte der Star der Politthriller-Serie, die in Echtzeit gedreht wird, heute in München. „Innerhalb von 24 Stunden wäre es durchaus denkbar, beispielsweise nach England zu kommen. Das wäre visuell eine fantastische Sache“, betonte Sutherland. Ob man den Sender Fox, wo “24“ in den USA ausgestrahlt wird, davon überzeugen könne, sei „eine andere Frage“, fügte der 42-Jährige hinzu.

Sutherland war mit Cassar und seinen Schauspieler-Kollegen Carlos Bernard (Tony Almeida) und Annie Wersching (als neue FBI-Agentin Renee Walker) nach München gereist, um die siebte Staffel der Serie vorzustellen. Diese ist Mitte Januar zeitgleich in den USA und beim deutschen Pay-TV-Sender Premiere angelaufen und schildert erneut 24 Stunden im Leben von Jack Bauer. Der Anti-Terror-Agent muss diesmal einen Anschlag auf das Weiße Haus verhindern, sich wegen seiner brutalen Verhörmethoden aber auch vor dem Senat verantworten. Die Counter Terrorist Unit (CTU), für die er früher gearbeitet hatte, ist mittlerweile zerschlagen.

Die Zukunft der wegen der gezeigten Folterhandlungen immer wieder auch kritisierten Serie ließ Sutherland offen. Er halte es für wichtig, dass man nicht wisse, ob es überhaupt eine nächste Staffel gebe. „Warum sollte man sich sonst darum kümmern, was Jack Bauer in der siebten Staffel passiert, wenn man schon weiß, dass er überlebt?“ Mit Blick auf einen möglichen “24“-Kinofilm betonte Sutherland: „Wir kämen niemals auf die Idee, einen Kinofilm zu machen, bevor die Serie beendet ist.“

In der siebten Staffel, die nicht mehr in Los Angeles, sondern in Washington D.C. spielt, ist erstmals eine Frau Präsidentin der USA. „Dass wir zu Beginn der Serie einen afro-amerikanischen Präsidenten hatten“, mache ihn stolz, hob Sutherland am Tag der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama hervor. „Heute ist ein großer Tag für die Vereinigten Staaten“, sagte der Kanadier.

Im Free-TV soll die siebte Staffel von “24“ voraussichtlich noch in diesem Jahr bei ProSieben zu sehen sein, wie eine Sprecherin des Münchner Senders sagte. Vor den neuen Folgen werde der Fernsehfilm “24: Redemption“ ausgestrahlt, der die Brücke zwischen der sechsten und siebten Staffel schlägt. ddp