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Kultur Wenn Helge Schneider mit Strafjazz droht
Nachrichten Kultur Wenn Helge Schneider mit Strafjazz droht
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10:33 30.07.2013
Von Andre Wesche
SONNENLIEDER:Sein neues Video ist superwitzig.
Berlin

„Ich nenne das, was ich mache, nicht unbedingt Jazz“, Helge Schneider gibt sich bei seiner Berliner Medienfragestunde bei Hackbällchen, Kartoffelsalat und Eis extrem entspannt. „Ich mache Musik, die mir Spaß macht. Der Urgedanke ist aber schon Jazz. Und obwohl viele mit Jazz nichts anfangen können, fahren 2 000 Leute bei unserem Konzert darauf ab.“ Das habe mit Freiheit zu tun: „Ich zeige den Leuten, dass ich mich von schlechten Regeln nicht unterbuttern lasse. Ich kann auch mal Töne von mir geben, die schlecht oder falsch klingen und damit gut leben.“

Und Unerwartetes spielen: „Manchmal gehe ich mit den Jungs auf die Bühne und wir alle denken, wir spielen als erstes Stück ‚Texas’. Und dann spiele ich plötzlich, ohne etwas zu sagen, etwas ganz anderes. Meine Bandkollegen finden es gut, plötzlich so gefordert zu sein. Es ist eine Art Sport.“ Und auf der neuen Tour? „Ich habe in der letzten Zeit viel Gitarre gespielt. Es kann sein, dass ich dann Lieder wie am Lagerfeuer singe.“

Früher hat Helge Schneider jene Zuschauer, die lautstark seinen Hit „Katzeklo“ einforderten, mit Strafjazz belegt. „Da war ich noch unsicher. Das Lied war ja aus dem Ärmel geschüttelt. Ich fand es nicht wirklich gut. Heute finde ich es gut. Ich habe für die Leute sehr viel Verständnis. Die waren ja damals auch noch Kinder, das muss man bedenken.“

Den einen oder anderen Wunsch hat Schneider auch nach all den Jahren auf der Bühne noch offen: „Mal alte Lieder von anderen singen, wie Frank Sinatra das gemacht hat. Ich habe aber keine Big Band wie dieser Sänger von Take That - wie heißt er nochmal? Nicht das stachelige Kindermädchen, der andere. Robbie Williams. Der hat eine Big-Band-Sache gemacht und hatte Spaß damit. So etwas würde ich gerne machen.“

Als Moderator wie bei der WDR-Show „Helge hat Zeit“ wird man Schneider wohl nicht mehr erleben. „Ich bin Künstler, kein Moderator. Ich mag Quatsch gerne. Ich möchte nicht Leute vorstellen, zu denen ich nicht den Bezug habe. Die Frankfurter Allgemeine hat geschrieben, das wäre der letzte Scheiß. Ich war der Einzige, der das auch so gesehen hat. Deshalb habe ich es ein zweites Mal gemacht, um zu zeigen, dass es noch schlechter geht.“

Als Autor hat ihn neben Raymond Chandler und Patricia Highsmith auch Charles Bukowski inspiriert: „Der ist mir mal begegnet, in Köln-Mülheim, bei einer Lesung in einer kleinen Galerie. Ich kannte ihn noch nicht. Man hat mich gefragt, ob ich da Alt-Saxophon spielen würde. Ich habe gesagt, nee, das mache ich nicht. Ich bin aber hingegangen und war zwei Meter von ihm entfernt. Im Nachhinein habe ich mich total geärgert. Ich hätte den gern mal kennengelernt.“

Seine ersten Gehversuche im Musikgeschäft hat Schneider nie vergessen. „Damals habe ich meine Zeitungskritiken selbst geschrieben, unter falschem Namen. Die habe ich dann ausgeschnitten, fotokopiert und an alle Jazzclubs verschickt. Ein Club hat mir geantwortet, der Guckkasten in Bad Soden im Taunus. Es hieß, da passen nur zehn oder fünfzehn Leute rein, ich könne nur allein kommen. Sie hätten 25 Mark bezahlt. Ich bin nicht hingefahren, die Fahrt allein hätte schon 19 Mark gekostet. Und ich wollte ja auch noch was essen. Ich habe aber noch Videoaufnahmen, da habe ich den ganzen Abend vor zwei Leuten gespielt.“ Ein paar mehr werden es am 24. August auf der Gilde Parkbühne sicher werden.

Die Bayreuther Festspiele hatten noch vor der Aufführung gewarnt: "Verehrte Besucher, wir weisen Sie darauf hin, dass es im 2. Aufzug zu einem lauten Bühneneffekt (Gewehrsalve) kommt", heißt es auf Hinweisschildern, die vor der Premiere von Richard Wagners "Siegfried" im Foyer des Festspielhauses hängen und sogar auf den Toiletten.

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