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Kultur Ventura rocken los
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13:02 08.08.2018
Gehen es entspannt an: (von links) Martin Wichary, Tommy Krammling und Kai Schiering sind Ventura.
Gehen es entspannt an: (von links) Martin Wichary, Tommy Krammling und Kai Schiering sind Ventura. Quelle: Sabine Mai
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Hannover

Am schwierigsten war die Namenssuche. Weit mehr als 500 Vorschläge waren im Rennen. Am Ende wurde es Ventura, nicht nach dem Schauspieler Lino, sondern nach einem Rennpferdnamen von 1916. „Immer eine gute Wahl“, findet Kai Schiering: „Faith No More haben so auch ihren Namen gefunden.“ Nun sind die hannoverschen Ventura bei weitem nicht so bekannt wie die US-Rocker, wollen es auch gar nicht werden. Aber mit dem Trio hat sich ein großer Teil hiesiger Musikgeschichte gefunden.

Schiering (nebenher auch freier NP-Mitarbeiter) ist aktuell Bassist bei Terry Hoax. Martin Wichary hat die Band einst mit Oli Perau gegründet. Und Schlagzeuger Tommy Krammling spielt momentan bei den Wüstenrockern Portless. Frühere Bands, in denen sie spielten, sind unter anderem Shimmer, die Gay City Rollers, Copy Cox und Mother Jane.

Schiering und Wichary hatten die Idee. Sie wollten einfach mal wieder Musik ohne jede kommerziellen Zwang und größere Verpflichtungen machen. Wichary hatte seine Gitarre buchstäblich an die Wand gehängt („nämlich ins Wohnzimmer“), weil sich das Musikerleben nicht mehr mit seinem Beruf vertrug; er arbeitet bei einem großen hannoverschen Reiseunternehmen.

„Wir haben uns magnetisch angenähert“, sagt Schiering. Und weil man sich ohnehin bei einem Gespräch im Terry-Hoax-Probenraum annäherte, wo auch Portless übe, fragte man gleich Krammling, ob er nicht auch Lust hatte.

Zwei Gitarren, ein Schlagzeug und viel Wumms, ein Sound, der an US-Größen wie die Foo Fighters und Alice in Chains erinnert. Zehn Songs sind in den 13 Monaten seit Bandgründung entstanden. Ventura soll ein Nebenprojekt bleiben, soll nie im Mittelpunkt des Lebens der Mitglieder stehen – aber etwas taugen. „Es geht um Effizienz; es muss gut und schnell gehen“, sagt Wichary. Und Schiering fügt hinzu: „Wenn wir etwas machen, wollen wir es gut machen.“ Bislang klappt das hervorragend.

Ventura stellen sich am 25. September live vor: am „Ruby Tuesday“ im Café Glocksee. Eintritt frei.

Von Stefan Gohlisch