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Kultur Urban Priol im Aegi
Nachrichten Kultur Urban Priol im Aegi
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17:08 01.10.2010
Wie im Film: Urban Priol.
Wie im Film: Urban Priol.
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HANNOVER. Seine Turnschuhe tragen schwarz-rot-gold, darauf tigert er über die Bühne, Haare gesträubt, pointiert durch Themen, Dialekte, Haltungen jagend:

Urban Priol muss als kleiner Junge in einen Zauberkessel mit Satiretrank gefallen sein, was er leistet, sucht seinesgleichen. Bis halb zwölf dauert sein großartiges Tak-Gastspiel im vollbesetzten Theater am Aegi, da ist sein Publikum vom Lachen und Denken fast erschöpfter als der 49-Jährige.

Seiner ZDF-„Anstalt“ ist er kurzzeitig entronnen (am 19. Oktober gehts mit Erwin Pelzig weiter), nicht aber „Mutti“ Merkel, dieser „gefühlten Staatsratsvorsitzenden“. Zur „Raute der Macht“ formt er wie sie die Hände, wenn er zu Stuttgart 21 ihren Satz zitiert, man könne Politik nicht danach ausrichten, wie viele Menschen gerade auf der Straße stehen: „Mädel, da kannste aber froh sein, dass dein Politbüro vor 31 Jahren das anders gesehen hat“, und ingrimmig: „Sonst wärst du uns erspart geblieben.“

„Wie im Film“ heißt das Programm, meist aber findet Priol sich im falschen. So bei Christian Wulf: „Gegen den ist eine Teflonpfanne ein Reibeisen“, Westerwelle, „kreist nur noch um seine eigene Bedeutungslosigkeit“, und Dirk Niebel: „Ich frage mich mit Dietrich Hildebrandt schon länger, was der für das ‚i‘ im Namen bezahlt hat“. Steuer, Kernkraft, Glücksversprechen, Arbeitslosigkeit, Asse und Afghanistan-Einsatz: „Die geben sich ja nicht mal mehr Mühe zu vertuschen, wenn se uns verarschen!“ knurrt der Kabarettist. Riesenapplaus und aufmunternde Worte zum Abschied ans Volk: „Wennse euch ärgern: Ärgert se zurück!“ lyn

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