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Kultur Toller Start für „Klassik in der Altstadt
Nachrichten Kultur Toller Start für „Klassik in der Altstadt
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16:26 15.07.2018
Kostet nichts: Und ist trotzdem richtig gut. Klassik in der Altstadt begeistert mit feinen Klängen von jungen Profis. Quelle: Behrens
Hannover

Opernarien auf dem Marktplatz, Ensemble-Musik vor dem Historischen Museum, klassische und moderne Werke in der Kreuzkirche. Das kleine, feine Musik-Festival „Klassik in der Altstadt“ ist volljährig, steigt zum 18. Mal: Alljährlich zeigen Studierende der Musikhochschule an entsprechenden Altstadt-Orten, was sie draufhaben – und alles mit hohem Erlebnisfaktur.

Die Musiker kommen aus aller Welt und machen das Festival schön international: Auch diesmal erlebte das Publikum junge, aufstrebende Talente, entdeckte neue Musik und Klangkombinationen – wie beim Auftakt in der Kreuzkirche: Ellen Lee (Klavier) und Qingzhu Weng (Violine) gaben ihr Duo-Debüt und brillierten virtuos mit Paganini, Ysaÿe, Bach und Beethoven.

Samstagmittag bei bestem Wetter der erste der immer kostenfreien Klassikrundgänge: Auf dem sehr gut gefüllten Marktplatz gab es Auszüge aus Mozarts „Figaros Hochzeit“, große Oper mit Franziska Giesemann (Sopran) als Gräfin, Bogna Bernagiewicz (Sopran) als Susanna, Jan Bukowski (Bariton) als Graf. Mit tollen Stimmen und wunderbarer Leichtigkeit und Beschwingtheit sangen und spielten sie ihre Partien, überzeugten mit ihren Solo-Arien – und harmonierten hervorragend in den Duetten und Terzetten. Prima Unterhaltung, zu der die sympathisch-lockere Moderation für die einzelnen Szenen beitrug.

„Klassik in der Altstadt“ hat immer musikalische Besonderheiten in Form ungewöhnlicher Instrumentierungen parat: Hier war es das 15-köpfige, gemischte Hornensemble auf der Bühne vor dem Historischen Museum – vor einer großen Zuhörertraube. Die junge Truppe begeisterte mit seiner Klangfülle und toller Dynamik. Klasse die „Titanic Fantasy“ (von James Horner), dazu Auszüge aus Wagners „Lohengrin“ und die sieben „Rumänischen Tänze“ von Bartók.

Rappelvoll die Kreuzkirche, selbst im Altarraum saßen die Leute und hörten gebannt zu: Hier spielte das Cello Quartett (Hanearl Kim, Csaba Zsolt Maksay, Ryunji Kim, Eunjoung Jo) sehr innig und auch mit viel Verve die sechssätzige „Suite“ von David Funck. Mit drei Gershwin-Stücken („Sentimental Journey“) – nach Wagner und Monteverdi – beendeten die vier ihren kurzweiligen Auftritt.

Nach der einen musikalischen Runde gibt es jeden Nachmittag das gesamte Programm noch einmal. Wer es mittags (ab 13 Uhr) nicht schafft, kann es nachmittags (ab 15.30 Uhr) trotzdem erleben. Prima Sommerwetter, tolle Künstler, feine Musik, 4000 Besucher – ein klasse Festival-Auftakt.

Noch bis zum 28. Juli. Nächster Klassikrundgang: Samstag, 21. Juli, ab 13 Uhr auf dem Marktplatz.

Von Christian Seibt

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