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Kultur Till Wittwer neu in der Sammlung des Sprengel Museums
Nachrichten Kultur Till Wittwer neu in der Sammlung des Sprengel Museums
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17:37 30.09.2019
Ganz entspannt: Till Wittwer hört sich selbst bei seiner Performance zu. Das Video dauert gut 25 Minuten, die Liegegelegenheit ist sehr bequem. Quelle: Foto: Queren
Hannover

Junge Kunstfreunde fördern junge Kunst – und erfreuen damit das Sprengel Museum: Die Live-Lecture-Performance „Ghosts in a Feedback Loop“ von Till Wittwer gehört ab heute zur Sammlung und ist gleichzeitig der erste Ankauf der, so der offizielle Titel, Jungen Freunde im Verein der Freunde des Sprengel Museums.

Und so soll es auch weitergehen. Geplant ist, jährlich ein Kunstwerk unter eigener Regie auszuwählen, zu diskutieren und dann zu schenken. Entdeckt hatten die Kunstfreunde die Zweikanal-HD-Videoinstallation in der Herbstausstellung des Kunstvereins. Für Franziska Sprengel (nicht verwandt), die Vorsitzende der Jungen Freunde, ist auch interessant, „wie wohl die Generation nach uns über diese Arbeit denkt“.

Eine zehnköpfige Jury hatte darüber entschieden und lobt das Werk nun „als eine Momentaufnahme der Zeit und die digitale Realität als untrennbar von unserer physischen Wirklichkeit thematisiert“. Auf zwei Monitoren (Frontal- und Draufsicht) erzählt Wittwer, wie er sich durch seinen virtuellen Aufenthalt im Internet in einen „Ghost“ verwandelt. Das geht so: Wittwer surft auf seiner Couch sitzend herum, begibt sich auf eine komplexe Reise. Seine Suche zu Algorithmen und digitalen Infrastrukturen schaffen eine Art Rückkopplungschleife: Während er Informationen zu den Algorithmen sammelt, wird er von diesen Algorithmen als verdächtig, als Feind erkannt. Eben als „Ghost“. Und damit das alles verständlich bleibt, hat er als „popkulturelle Referenz“ die Film „Ghostbusters“ ausgewählt, der an entscheidenden Stellen auch auftaucht.

Till Wittwer ist Preisträger des Villa-Minimo-Stipendiums des Kunstverein. Der gebürtige Stuttgarter hat Theater- und Filmwissenschaft und danach Freie Kunst in Chicago und Berlin (Meisterschüler bei Hito Steyerl) studiert.

Die Installation ist in der oberen Sammlung zu sehen.

Von Henning Queren

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