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Kultur Phillip Boa im Capitol
Nachrichten Kultur Phillip Boa im Capitol
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16:11 17.03.2019
Live immer gut: Phillip Boa mit seinem Mix aus Indid-Alternative-Rock und Avantgarde-Pop. Quelle: Foto: Petrow
Hannover

Viel spricht er nicht, aber dafür lässt er umso mehr seine Musik sprechen. Phillip Boa ist mit The Voodooclub im gut gefüllten Capitol. Der Sound, der Mix aus Indie-Alternative-Rock und Avantgarde-Pop ist satt und kraftvoll.

Viel Jubel, Mitklatschen, Mitsingen, Tanzen. Prima Party-Stimmung. Boa, der oft als deutscher „Indie-Papst“ tituliert wird, singt gewohnt intensiv. Mit seiner fünfköpfigen Band bringt er Ausschnitte aus dem neuen Album „Earthly Powers“ (2018) plus vieler seiner Singles, die schon als Klassiker durchgehen.

Schon beim Opening mit „Bells of Sweetness“ vom 1995er-Album „She“ und mit „Fine Art in Silver“ und „Loyality“, beide vom 2012er-Album „Loyality“, geht das Publikum toll mit.

Nicht selten ist Boas Stimme ins Soundgeflecht eingebettet, dann steht sie wieder darüber. Auch das Gesangsduo Boa und Vanessa Anne Redd – die britische Songwriterin eröffnete den Abend solistisch mit Songs aus ihren Alben „Behind the Wall“ (2016) und „Zumbo Waxes“ (2019) – harmoniert sehr gut und kontrastreich.

Die Gitarren (Oliver Klemm und Boa) braten oft heavy – wie bei „Albert is a Headbanger“. Der Bass von Thilo Ehrhardt pumpt und knurrt und bildet mit Drummer Moses Pellberg eine Top-Rhythmusgruppe. Alles ist wuchtig und trotzdem differenziert auch bei den ruhig(er)en Passagen. Denn die Feinheiten der Keyboardsounds und Samples (Detlef Götte alias Toett), die filigranen Melodien und Klänge sind im lauten Gesamtmix gut zu hören.

Dann kommen die „Earthly Powers“-Werke: „Dirty Raincoat Brigade“, „The wrong Generation“, „Drown my Heart in Moonshine“, „Nightclub Flasher“ und das balladenhafte „Cruising“. Die Songs sind irgendwie Teil von Boas Kommentar zur Weltlage, zudem seine Hommage an den Roman „Earthly Powers“ („Der Fürst der Phantome“) des britischen Autors Anthony Burgess.

Die Ansagen des gebürtigen Dortmunders sind kurz. Auch die Band stellt er nicht extra vor. Dafür großzügig dann Boas Zugaben, sieben an der Zahl: Darunter sein 1989er-Hit „Container Love“, „I dedicate my Soul to you“, „Kill your Ideals“. Und kurz vor Ende wirft Boa seine E-Gitarre hinter die Bühne – Spannungsabbau nach einem spannenden Konzert. Alle glücklich.

Von Christian Seibt

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