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Kultur „Phantom der Oper“ im Aegi-Theater
Nachrichten Kultur „Phantom der Oper“ im Aegi-Theater
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16:23 27.01.2019
Grusel: Weltstar  Deborah Sasson im Theater am Aegi.
Grusel: Weltstar Deborah Sasson im Theater am Aegi. Quelle: Behrens
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Hannover

„Das Phantom der Oper“ zieht immer, auch wenn es nicht das berühmte Musical von Lloyd Webber ist, das Aegi ist ausverkauft, der Beifall satt.

Da muss etwas Neues her, meinte der erfahrene Musical-Star Deborah Sasson. Zusammen mit Jochen Sautter, dem Texter, erfand sie Songs mit tragischer Softpower und rasante Chöre, die den inzwischen 100jährigen Roman von Gaston Leroux musikalisch aufpolieren.

Und damit nichts schief geht, singen Deborah Sasson und Jochen Sautter gleich selbst. Sie ist die Sängerin Christine – hin- und hergerissen zwischen der Kunst (Phantom) und dem Leben.

Warum treibt eigentlich das Phantom im Untergrund der Pariser Oper sein Unwesen und wer ist das überhaupt? Zur Erklärung der Hinter- und Abgründe dient der geheimnisvolle Perser. Ihm verleiht Uwe Kröger profunde Stimmlichkeit.

Gegen die tragische Liebesgeschichte mit viel Mystik und Bühnennebel setzt die Regie das Opernensemble als slap-stickende Blödelmannschaft: verrückte Direktoren, schnatternde Tänzerinnen und überdrehte Diven.

Im Graben sitzen 14 Musiker unter schwungvoller Anleitung Sebastian Peter Zippels. Die bringen pfiffig Arrangiertes aus allen Ecken der Musik: Revue, Klassik, Jazziges, Poppiges – vor allem die ganz großen Gefühle: Liebe, Schrecken, Wut, Erfüllung. Dazwischen ein bisschen Puccini, Lizst, Strauß, Bach, Verdi ..., bunter geht’s kaum – viel Zwischenapplaus.

Der Clou der Inszenierung: die Animationen von Daniel Stryjecki. Auf Gaze projizierte Videos bilden eindrucksvoll die Kulissen, die wie im Film mitwandern. Was zum Schluss mit dem Phantom passiert, bleibt offen – spukt es jetzt in einer anderen Oper?

Von Günter Heiss

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